AM-Gruppe: Konzernjahresüberschuss steigt um über 11 % Dividendenerhöhung auf 2,30 DM geplant

14.03.2000 | Köln
Die AM-Gruppe entwickelte sich auch 1999 erfolgreich. Wie die AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-AG, Aachen, bei der Bekanntgabe der ersten vorläufigen Eckdaten zum Geschäftsjahr 1999 mitteilt, erwartet der Konzern für das abgelaufene Jahr eine Steigerung des Konzernjahresüberschusses auf IAS-Basis bereinigt um Sondereffekte um mehr als 11 % auf 262 Mio. Euro (Vorjahr: 235 Mio. Euro).

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Dividende je AMB-Stückaktie um 15 % auf 2,30 DM(Vorjahr: 2,00 DM) zu erhöhen. Die gebuchten Beiträge aus dem Versicherungsgeschäft beliefen sich auf über 8,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,8 Mrd. Euro); das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 4,2 %.

Internationale Rechnungslegungsvorschriften

Erstmals für das Jahr 1999 erstellt die AMB als Holding-Gesellschaft der AM-Gruppe den Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards; IAS). Ziel der Umstellung auf IAS ist es, die Transparenz des Rechnungsabschlusses zu erhöhen und den Vergleich mit internationalen Wettbewerbern zu erleichtern. Um eine Gegenüberstellung mit dem Vorjahr zu ermöglichen, wurden die Daten des Jahres 1998 entsprechend angepasst.

Eigenkapital und Konzernjahresüberschuss

Das Eigenkapital der AM-Gruppe erhöhte sich im Berichtszeitraum auf IAS-Basis gegenüber dem Vorjahr um rund 10 % auf 3,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,8 Mrd. Euro). Der um Sondereffekte bereinigte Konzernjahresüberschuss stieg um über 11 % auf 262 Mio. Euro.Wesentliche Sondereinflüsse ergaben sich aus der Senkung des Körperschaftsteuersatzes um 5 %-Punkte auf 40 % in 1999 - was zu einer Verminderung der latenten Steuerverbindlichkeiten und damit zu einem Ertrag führte - sowie aus dem Abgang langfristiger Finanzinvestitionen, vor allem dem Verkauf der niederländischen Tochtergesellschaften im Jahr 1998. Gleichzeitig konnten, nachdem der Verkauf der BfG Bank AG in 1999 mit Wirkung zum Jahresbeginn 2000 vereinbart worden war, die aus der Endkonsolidierung dieser Gesellschaft zu erwartenden Aufwendungen bereits vorgezogen und im Konzernabschluss 1999 berücksichtigt werden. Das heißt, sie werden das Ergebnis des Jahres 2000 nicht mehr belasten. Der ausgewiesene Konzernjahresüberschuss vor Bereinigung um Sondereffekte betrug 289 Mio. Euro (Vorjahr: 641 Mio. Euro).

Umsatzentwicklung

Das Gesamtgeschäft der AM-Gruppe setzt sich aus dem Versicherungsgeschäft und dem Finanzdienstleistungssektor zusammen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Beiträge aus dem Versicherungsgeschäft um 4,2 % auf 8,1 Mrd. Euro.

Der Finanzdienstleistungsbereich, der bei der AM-Gruppe bisher vor allem das Bauspargeschäft beinhaltet und künftig auf das Investmentfondsgeschäft der neuen Kapitalanlagegesellschaft ausgedehnt wird, entwickelte sich 1999 zufrieden stellend. Unter Einbeziehung der Umsätze der im Berichtsjahr erworbenen DBS Deutsche Bausparkasse AG stieg das eingelöste Neugeschäft in der Bausparsumme auf 3,7 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis betrug der Anstieg 1,5 %. Der Vertragsbestand erhöhte sich auf 31,2 Mrd. Euro Bausparsumme, was einem Zuwachs um 0,2 % entspricht.

Kapitalanlagen und Kapitalerträge

Die Kapitalanlagen (einschließlich der Kapitalanlagen aus der fondsgebundenen Lebensversicherung) nahmen um 7,1 % auf 57,7 Mrd. Euro(Vorjahr: 53,9 Mrd. Euro) zu. Bereinigt um die Sondereffekte aus dem Abgang von langfristigen Finanzanlageinvestitionen wuchsen die Erträge aus Kapitalanlagen (netto) insgesamt um mehr als 9 % auf 3,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,5 Mrd. Euro).

Beiträge aus dem Versicherungsgeschäft nach Segmenten

Als Reaktion auf das ursprüngliche Vorhaben der Bundesregierung, künftig Erträge aus kapitalbildenden Lebensversicherungen besteuern zu wollen, wurden im 2. Halbjahr 1999 noch verstärkt Lebensversicherungen nach geltendem Recht abgeschlossen. Dies führte im Segment Lebensversicherung zu einer Verdopplung des Beitragszuwachses um 7,8 % auf 4,7 Mrd. Euro.

In der Krankenversicherung wurde ein Beitragsanstieg um 2,6 % auf 1,0 Mrd. Euro erzielt. Dieses moderate Wachstum hat verschiedene Ursachen. So wurden in der Pflegepflicht- und Krankenhaustagegeldversicherung Beitragssenkungen vorgenommen, und das in der 2. Jahreshälfte stark gestiegene Neugeschäft fand noch nicht in vollem Umfang Niederschlag im laufenden Beitrag des Gesamtjahres. Darüber hinaus ist in bestimmten Bereichen ein Trend zu einer höheren Selbstbeteiligung festzustellen.

Wie im Vorjahr gewann die AM-Gruppe im Segment Schaden- und Unfallversicherung weitere Marktanteile hinzu. Die gebuchten Beiträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft erhöhten sich um 1,4 % auf 2,2 Mrd. Euro, während die Branche einen Beitragsrückgang von 0,4 % hinnehmen musste. Der überdurchschnittliche Prämienanstieg resultierte insbesondere aus dem Kraftfahrtgeschäft. Erfreulich überdurchschnittlich wuchsen aber auch die Unfall- und Haftpflichtversicherung.

Ausblick auf das Jahr 2000

Für das Geschäftsjahr 2000 plant die AM-Gruppe ein über dem Branchendurchschnitt liegendes Wachstum. Marktanteile sollen in allen Segmenten des Versicherungsgeschäfts hinzugewonnen werden. Einen wesentlichen Anteil hieran wird - wie schon in den vergangen Jahren - die Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG haben. Wachstumsimpulse werden darüber hinaus sowohl aus den eigenen starken Vertrieben als auch aus der Vertriebskooperation mit der Commerzbank und aus der Einbindung der Generali Lloyd-Gesellschaften erwartet. Ausgehend von dem geplanten Wachstum und den zahlreichen Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Ertragskraft rechnet die AM-Gruppe auch für das Jahr 2000 mit einem erfreulichen Konzernergebnis. Dies gilt selbstverständlich vorbehaltlich der prognostizierten Entwicklung des Schadenverlaufs und der Finanzmärkte.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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