AMB-Gruppe: Dividendenerhöhung auf 1,23 Euro und Bonus von 4,02 Euro

23.05.2001 | Hamburg
Überdurchschnittliches Wachstum auch im 1. Quartal 2001. Die Hauptversammlung der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-AG, Aachen, hat dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, die Normaldividende zum achten Mal in Folge auf nun 1,23 Euro (Vorjahr: 1,18 Euro) je Aktie zu erhöhen. Darüber hinaus wurde die Zahlung eines Bonus von 4,02 Euro beschlossen. Einschließlich Steuergutschrift erhalten die anrechnungsberechtigten Aktionäre einen Betrag von 7,50 Euro je Aktie.

Die AMB-Gruppe konnte in allen Geschäftsbereichen Marktanteile hinzugewinnen. Dies war zu einem wesentlichen Teil auch auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem größten Vertriebspartner, der Deutschen Vermögensberatung DVAG, zurückzuführen. Insgesamt auf Platz 3 der deutschen Erstversicherungsgruppen belegt die AMB-Gruppe aufgrund der Integration der Generali Lloyd Gesellschaften sowie eines hohen inneren Wachstums in der Lebens- und Kompositversicherung Rang 2 im deutschen Markt.

Der gute Geschäftsverlauf des Berichtsjahres spiegelt sich unter anderem in folgenden Kennzahlen wider:

Anstieg der gebuchten Brutto-Beiträge aus dem Versicherungsgeschäft um 34,1 % auf 10,9 Mrd. Euro; ohne die erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Generali Lloyd Gesellschaften Zuwachs um 10,9 % auf 9,0 Mrd. DM (Markt: + 3,1 %)

Zuwachs der Netto-Erträge aus Kapitalanlagen um 22,7 % auf 4,8 Mrd. Euro; Steigerung der laufenden Erträge netto um 10,6 % auf 3,4 Mrd. Euro

Anstieg der Leistungen um 32,0 % und Kosten um 18,4 %, das bedeutet eine Zunahme unterhalb des Beitragsanstiegs

Erhöhung des Konzern-Jahresüberschusses vor Bereinigung um Sondereffekte um 21,1 % auf 350 Mio. Euro (Vorjahr: 289 Mio. Euro); bereinigt um Sondereinflüsse Zuwachs um 11,2 % auf 308 Mio. Euro (Vorjahr: 277 Mio. Euro)

· 70,9 Mrd. Euro Assets under Management (Vorjahr: 59,0 Mrd. Euro).

Namensänderung der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-AG

Ferner beschloss die Hauptversammlung die Namensänderung der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-AG in AMB Generali Holding AG vor dem Hintergrund, dass die AMB seit Mitte des Jahres 2000 Management-Holding für alle zum Generali-Konzern gehörenden Gesellschaften in Deutschland ist und die Aktivitäten des Generali-Konzerns im Inland kontrolliert. Alle wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Beziehungen zum Großaktionär Assicurazioni Generali bleiben unverändert.

Ermächtigung zum Aktienrückkauf

Die Aktionäre stimmten der Beschlussvorlage zu, den AMB-Vorstand zum Erwerb eigener Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu ermächtigen. Damit wird ein in der Hauptversammlung am 7. Juni 2000 bereits gefasster Beschluss erneuert. Konkrete Pläne, von der Option Gebrauch zu machen, gibt es nicht.

Geschäftsentwicklung 2001

Wie bereits angekündigt, berichtet die AMB-Gruppe ab dem Jahr 2001 auch quartalsweise auf der Basis internationaler Rechnungslegungsvorschriften über die Geschäftsentwicklung des Verbundes. Angesichts der erstmaligen Abfassung eines solchen Konzern-Berichts liegen nur in sehr begrenztem Umfang Vergleichswerte für das Vorjahr vor.

Gesamtgeschäft

Die AMB-Gruppe konnte ihre Marktstellung als drittgrößte deutsche Erstversicherungsgruppe im 1. Quartal 2001 mit einem Anstieg der gebuchten Brutto-Beiträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft um 31,0 % auf 3,3 Mrd. Euro weiter stärken. Auch unter Außerachtlassung der im 1. Quartal des Vorjahres noch nicht zur AMB-Gruppe gehörigen Generali Lloyd Gesellschaften liegt das Wachstum bei 6,2 %. Von dem Betrag entfielen 1,6 Mrd. Euro auf die Lebensversicherer des Verbundes. Das entspricht einem Zuwachs um 25,5 % (ohne Generali Lloyd: 3,8 %). In der Krankenversicherung betrug die Prämie 290 Mio. Euro. Der Anstieg um 7,7 % resultierte aus Neugeschäft und Beitragszuschlägen. Die Schaden- und Unfallversicherer erzielten im selbst abgeschlossenen Geschäft eine Beitragssteigerung um 43,8 % auf 1,5 Mrd. Euro. Dabei erwirtschafteten die Alt-Gesellschaften bedingt durch das starke Neugeschäft und Tarifanpassungen in der Kraftfahrtversicherung ein überdurchschnittliches Beitragswachstum von 8,8 %. Einschließlich der Beiträge aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft betrug das gesamte Prämienvolumen der AMB-Gruppe 3,4 Mrd. Euro.

Die Netto-Erträge aus Kapitalanlagen beliefen sich auf insgesamt 690 Mio. Euro. Sie waren durch die angespannte Kapitalmarktsituation gekennzeichnet, die zu nicht realisierten Verlusten bei den Kapitalanlagen der Fondsgebundenen Lebensversicherung führte.

Auch in den Leistungen von 2,5 Mrd. Euro spiegelt sich die Marktwertentwicklung der Kapitalanlagen der Fondsgebundenen Lebensversicherung wider, die zu einer Verringerung der Deckungsrückstellung führte. Von den Leistungen entfielen auf das Lebensversicherungsgeschäft 1,6 Mrd. Euro, die Krankenversicherung 283 Mio. Euro und den Bereich Schaden- und Unfallversicherung 546 Mio. Euro. Die Kostenquote betrug 20,0 %.

Seit dem Jahresbeginn erhöhten sich die Kapitalanlagen inklusive derjenigen aus der Fondsgebundenen Lebensversicherung um 208 Mio. Euro auf 68,8 Mrd. Euro. Einschließlich der Kapitalanlagen für Dritte von 110 Mio. Euro lagen die "Assets under Management" bei 70,3 Mrd. Euro.

Das operative Konzernergebnis vor Steuern belief sich auf 99 Mio. Euro. Nach Steuern verblieb ein Konzernergebnis von 59 Mio. Euro.

Segment Lebens- und Krankenversicherung

Leben

Die AMB-Gruppe verzeichnete in der Lebensversicherung eine Neugeschäftssteigerung - gemessen in laufenden Jahresbeiträgen - von plus 23,2 % auf 252 Mio. Euro. Unter Einbeziehung der Versicherungen gegen Einmalbeitrag stieg das gesamte Neugeschäft um 71,7 % auf 407 Mio. Euro. Der Versicherungsbestand erhöhte sich um 33,7 % auf 245 Mrd. Euro Versicherungssumme.

Die gebuchten Brutto-Beiträge beliefen sich auf 1 553 Mio. Euro. Die Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Geschäfts erhöhten sich um 25,5 % auf 1 551 Mio. Euro. Für die alten AMB-Gesellschaften hätte sich eine Steigerung um 3,8 % ergeben.

Die Leistungen betrugen 1 609 Mio. Euro. Bei Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 253 Mio. Euro ergab sich eine Kostenquote von 17,4 %. Das Konzernergebnis dieses Teilsegments lag bei 21 Mio. Euro.

Kranken

Die gebuchten Brutto-Beiträge in der Krankenversicherung, stiegen im 1. Quartal 2001 gegenüber dem Vorjahreszeitraum überproportional um 7,7 % auf 290 Mio. Euro. Die Schadenquote belief sich auf 66,4 %. Die Leistungen betrugen 283 Mio. Euro. Die Kostenquote lag bei 11,7 %. Es ergab sich ein Teilsegmentergebnis von 3 Mio. Euro.

Segment Schaden- und Unfallversicherung

Im selbst abgeschlossene Geschäft erwirtschafteten die Schaden- und Unfallversicherer des AMB-Verbundes einen hohen Beitragszuwachs von 43,8 % auf 1 473 Mio. Euro. Ohne die erstmals einbezogenen Generali Lloyd Gesellschaften betrug der Anstieg 8,8 %. Zuzüglich der Beiträge aus dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft von 155 Mio. Euro erzielte dieser Geschäftsbereich eine gebuchte Bruttoprämie von 1 628 Mio. Euro.

Das durch eine gegenüber dem Jahresdurchschnitt erhöhte Schadenhäufigkeit gekennzeichnete Winterquartal - insbesondere Sturm- und Kraftfahrtschäden - wurde auch durch die Sanierung der Generali Lloyd Versicherung AG belastet und verzeichnete Leistungen von 585 Mio. Euro. Die Schadenquote betrug 72,9 %. Durch die teilweise in den unterjährigen Abrechnungen der Vorversicherer noch nicht berücksichtigten Gewinnanteile ergaben sich Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 214 Mio. Euro beziehungsweise eine Kostenquote von 27,6 %. Nach Abzug des Steueraufwands verblieb ein Segmentergebnis von 81 Mio. Euro.

Segment Finanzdienstleistungen

Die seit April 2000 aktive Kapitalanlagegesellschaft AM Generali Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH (AMGI) hatte einen sehr positiven Start. Im ersten Jahr konnten ca. 45.000 Kundendepots mit einem Gesamtvolumen von 140 Mio. Euro vermittelt werden. Insgesamt verwaltete die AMGI zum 31. März 2001 ein aus Publikumsfonds und Spezialfonds bestehendes Vermögen von mehr als 4,1 Mrd. Euro. Aus diesem Geschäftsfeld ergab sich noch kein wesentlicher Einfluss auf die Ertragslage des Segments, das vielmehr durch die anhaltend schlechte Branchensituation des Bauspargeschäfts bestimmt ist. Das eingelöste Neugeschäft der Bausparkasse verminderte sich um 17,9 % auf 684 Mio. Euro Bausparsumme. Neben den branchenübergreifenden Einflüssen wirkte sich auch die in Angriff genommene Vertriebsreorganisation aus. Entsprechend der Bausparsumme verringerte sich die Zahl der neu abgeschlossenen Bausparverträge um 14,7 % auf 39.574 Stück. Der Vertragsbestand sank in der Bausparsumme nur geringfügig um 1,1 % auf 30,9 Mrd. Euro und in der Stückzahl um 2,2 % auf 1.776.849 Verträge.

Der Zinsüberschuss betrug 32 Mio. Euro. Das Provisionsergebnis belief sich auf 2 Mio. Euro. Durch die im Vergleich zum Vorjahr entfallenden Kosten infolge der Schließung der Betriebsstätte und der Fusion der DBS Deutsche Bausparkasse AG auf die Badenia Bausparkasse AG ergaben sich Verwaltungskosten des Bauspargeschäftes in Höhe von 23 Mio. Euro. Bedingt durch die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde ein Segmentergebnis von 2 Mio. Euro erwirtschaftet. Die als Kapitalanlagen ausgewiesenen Baudarlehen betrugen 3.584 Mio. Euro und die Bauspareinlagen 3.990 Mio. Euro.

Alle Beschlüsse wurden mit einer Mehrheit von über 99,9 Prozent des in der Hauptversammlung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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