AMB Generali will Nr. 1 in Ertrags- und Vertriebskraft werden Weiterentwicklung der Konzernstrukturen

07.09.2006 | Aachen
Die Versicherungsgruppe AMB Generali steht in Deutschland vor einer Weiterentwicklung der Konzernstrukturen. Konzernchef Dr. Walter Thießen und Finanzvorstand Dietmar Meister informierten die Führungskräfte des drittgrößten deutschen Erstversicherers am Donnerstag in Bonn über weitreichende unternehmerische Maßnahmen mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu steigern und eine nachhaltige Verbesserung des Konzernergebnisses zu erzielen.

Dazu gehört die konzernweite Zusammenführung wichtiger Dienstleistungen. Zugleich formulierte Vorstandsvorsitzender Dr. Thießen die Zielrichtung der AMB Generali Gruppe: "Unser unternehmerisches Ziel ist ganz klar: Wir wollen die Nr. 1 in Ertrags- und Vertriebskraft im deutschen Privatkunden- und Gewerbegeschäft werden. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber das ist unser Anspruch und er bedeutet zugleich, dass wir Veränderungen als Chance und nicht als Bedrohung begreifen".

Die Konzernführung machte außerdem deutlich, dass die geplanten konzernübergreifenden Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit auch personelle Auswirkungen haben werden. Im Zuge der Realisierung dieser Projekte werde es bis zum Jahr 2008 bundesweit über die bereits genannte Zahl von 1.000 Mitarbeitern hinaus zu einem weiteren Abbau von rd. 500 Arbeitsplätzen kommen. Über die geplanten Maßnahmen werden unverzüglich Beratungen und Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen aufgenommen.

Die angestrebten strukturellen Veränderungen werden zu markanten Effizienzsteigerungen führen. Nach den zugrunde gelegten Berechnungen wird bis 2008 eine Kostenreduzierung von rd. 200 Mio. Euro realisiert.

Nach Angaben von Finanzvorstand Dietmar Meister erhöht die AMB Generali die Ergebniserwartung für 2008. Sie gehe jetzt von einem Konzernergebnis von 450 Mio. Euro aus, wie es auch von der Assicurazioni Generali für ihren Strategischen Plan 2006-2008 angesetzt wurde. Bisher waren 410 Mio. Euro prognostiziert worden. Der Finanzvorstand machte deutlich, dass die erheblichen Einsparungen sowohl aus den übergreifenden Maßnahmen des Konzerns als auch den entsprechenden Programmen der einzelnen Konzernunternehmen resultieren.

Geplante strukturelle Maßnahmen

Im Einzelnen plant die AMB Generali Gruppe, beginnend zum 1.7.2007 bis Ende 2008, folgende unternehmerische Entscheidungen umzusetzen:

Die bisher auf über 20 Standorte verteilten Dienstleistungen wie Rechnungswesen, Steuern, Einkauf, Verwaltung und Gebäudemanagement sollen in einer eigenen Gesellschaft zusammengefasst werden, die künftig nur noch wenige Standorte haben wird. Dadurch soll neben einer spürbaren Reduzierung der Sachkosten ein prinzipiell hohes Niveau für einheitlichen Service und für die Qualität der einzelnen Dienstleistungsfunktionen gewährleistet werden. Dazu gehören eine verbesserte Qualität von Daten und Prozessen sowie die weitgehende Standardisierung der Systeme auf der Basis bestehender Best Practices und eine enge Abstimmung mit den einzelnen Konzernunternehmen. Sitz der Gesellschaft soll Aachen sein.

Das Schadenmanagement ist zu einem wichtigen Erfolgsfaktor im Wettbewerb geworden. Vor diesem Hintergrund will die AMB Generali Gruppe eine eigene Schadenmanagement-Gesellschaft gründen. Die Gesellschaft soll vor allem Spezial- und Großschäden bearbeiten, in Regress- und Betrugsfällen aktiv werden und darüber hinaus generell ein aktives und effizientes Schadenmanagement entlang vorgegebener Richtlinien und Prozesse sicherstellen. Für die Bearbeitung der Massenschäden und die dabei wichtigen Schnittstellen zu den Vertrieben bleiben die einzelnen Konzernunternehmen verantwortlich.

Für den Kundenservice sind weiterhin die Konzernunternehmen zuständig. Entsprechend der Konzernphilosophie "Einheit in Vielfalt" repräsentiert sich die Unternehmensgruppe durch verschiedene Marken. Bei der geplanten Standardisierung des Kundenservices geht es zum einen um die Realisierung konzernweiter Skalenvorteile zum Beispiel durch die Harmonisierung und konsistente Weiterentwicklung der Betriebsprozesse und zum anderen um die unternehmensspezifische Ausgestaltung des Kundenservices nach den entsprechenden Anforderungen der Kunden, der Vertriebe und der Produkte. Die jeweiligen Konzernunternehmen bleiben weiterhin für die kundennahen Geschäftsabläufe zuständig und behalten die volle Ergebnisverantwortung.

Zugleich haben die einzelnen Konzernunternehmen - AachenMünchener, Volksfürsorge, Generali, CosmosDirekt, Central, Advocard, Deutsche Bausparkasse Badenia, Dialog - im Zuge ihrer Verantwortung für Kundengewinnung, Kundenservice und Kundenbindung je nach ihrer Positionierung und geschäftsmäßigen Ausrichtung Maßnahmen zur Verbesserung ihres Wachstums und ihrer Ertragskraft eingeleitet beziehungsweise bereits realisiert. Kernelemente dabei sind die Stärkung der jeweiligen Vertriebswege und die Profilierung der Marke.

Zukunftsbezogene Aussagen

Soweit wir in dieser Mitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen mögen daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen ergeben sich eventuell Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Kerngeschäftsfeldern und -märkten. Abweichungen resultieren bisweilen auch aus dem Ausmaß und der Häufigkeit von Versicherungsfällen, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können einen Einfluss ausüben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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