Continentale wächst deutlich über Branchendurchschnitt

14.06.2002 | München/Dortmund
"Rekordzuwächse in vielen Geschäftsfeldern, insgesamt ein Wachstum weit über dem Branchendurchschnitt - das vergangene Jahr ist für die Continentale hervorragend verlaufen." Diese Bilanz des Geschäftsjahres 2001 zog Rolf Bauer, Vorstandsvorsitzender im Versicherungsverbund "Die Continentale".

Insgesamt steigerte der Finanzdienstleistungsverbund aus acht Versicherern und einer Kapitalanlagegesellschaft seine Beitragseinnahmen um 6 Prozent auf 2 Milliarden Euro - die Branche wuchs dagegen nur um 2,8 Prozent. "Diese Entwicklung zeigt, dass unser konsequenter Weg des Wachstums aus eigener Kraft belohnt wird. Als kunden- und vermittlerorientiertes, unabhängiges Unternehmen können wir uns jederzeit flexibel auf die Bedürfnisse des Marktes ausrichten. Als Versicherungsverein sind die Interessen von Kunden und Vermittlern ohnehin die einzigen Dinge, die für uns wirklich zählen", so Rolf Bauer, der am 1. Januar 2002 Nachfolger von Dr. Horst Hoffmann als Vorstandsvorsitzender wurde.

Den in der Branche weiterhin vorhandenen Fusionsbestrebungen erteilte Bauer eine klare Absage. Die Continentale hat ihre Eigenständigkeit in diesem Jahr sogar weiter verstärkt. Sie übernahm Anteile an der Continentale Sachversicherung AG sowie den Europa Versicherungen in Köln, die damit jetzt zu 100 Prozent dem Verbund gehören. Die Beteiligung an der DEURAG Deutsche Rechtsschutzversicherung AG wurde aufgegeben. Rechtsschutzversicherungen werden ab Juli von der Continentale Sachversicherung AG angeboten.

Im Geschäftsfeld Krankenversicherung konnten die Continentale Krankenversicherung a.G. und ihr auf Krankentagegeld- und Auslandsreisekrankenversicherung spezialisiertes Tochterunternehmen Europa Krankenversicherung AG im Jahr 2001 die Beitragseinnahmen um 3,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro steigern. Die Verwaltungskostenquote der Continentale Krankenversicherung konnte auch im Jahr 2001 bei 2,9 Prozent gehalten werden - gegenüber einem Branchendurchschnitt von voraussichtlich 3,3 Prozent. Unter anderem war es den niedrigen Verwaltungsausgaben zu verdanken, dass im vergangenen Jahr wieder mehr als 180 Millionen Euro über Beitragsrückerstattungen an die Versicherten zurückflossen. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen der Continentale Krankenversicherung lag bei 7,4 Prozent. Abschreibungen wären trotz der schwierigen Situation auf dem Kapitalmarkt aufgrund vorsichtiger Anlagepolitik und des Einsatzes von Absicherungskonzepten nur im sechsstelligen Euro-Bereich geblieben. Rolf Bauer: "Die Gesetzesänderung zur Abschreibung von Kapitalanlagen für Versicherer im vergangenen Jahr war für uns in dieser Hinsicht also überflüssig".

Auf die immer neuen Einschränkungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat die Continentale mit der Einführung der Zusatztarife CE 2 und CE 3 reagiert. Diese Tarife fangen alle Einschränkungen der GKV auf - von Zahnersatz und Vorsorgeuntersuchungen über Heilpraktikerbehandlungen bis hin zu Zuzahlungen bei Medikamenten.

Die Informationsoffensive der Continentale Krankenversicherung wurde im September 2001 mit einem PKV-Forum für rund 1.500 Vermittler in Berlin fortgesetzt. Mit ihrer Initiative will die Continentale die Beratungsqualität beim Thema Private Krankenversicherung verbessern. In diesem Jahr wird die Informationsoffensive mit einem PKV-Forum am 18. September in Köln fortgesetzt. Die neuen Schwerpunkte "Zusatzversicherung" und "Probleme der Gesetzlichen Krankenversicherung" runden das Themenspektrum ab.

Stark überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete die Continentale Lebensversicherung a.G. Sie steigerte ihre Beitragseinnahmen um 7,5 Prozent auf 387 Millionen Euro - gegenüber 1,9 Prozent der Branche. "Dies haben wir neuen, sehr kundenfreundlichen und innovativen Produkten zu verdanken", erläuterte Detlef Tank, Vorstand der Continentale Lebensversicherung. So gelang es, den Neuzugang in der Berufsunfähigkeitsversicherung im Jahr 2001 um 225 Prozent zu steigern. Die gesamte Branche erzielte einen Zuwachs von 145 Prozent. Bei Fondsgebundenen Lebensversicherungen übertraf die Continentale mit einem Neuzugangsplus von 26 Prozent ebenfalls deutlich den Marktdurchschnitt von 6,1 Prozent.

"Bei der Berufsunfähigkeit zeigt sich, daß die Kunden schnell auf die gravierenden Einschränkungen durch den Gesetzgeber reagiert haben. Bei Produkten zur Altersvorsorge wie der Fondsgebundenen Lebensversicherung haben die Menschen offenkundig nicht nur auf die gesetzliche Förderung und die Riester-Rente gewartet, sondern sich schon vorher für ein leistungsstarkes Angebot entschieden, das für das Alter hohe Rendite und Flexibilität sichert", erläuterte Detlef Tank. So bietet die Continentale bei der Fondsgebundenen Lebensversicherung mit einer großen Auswahl von Fonds und der Möglichkeit der flexiblen und individuellen Gestaltung der Kapitalanlage das umfangreichste Angebot im Markt. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung verzichtet die Continentale auf jede Form der abstrakten Verweisung. Wer berufsunfähig wird, bekommt also auf jeden Fall Geld und wird nicht auf irgendeine andere Tätigkeit verwiesen, die er vielleicht trotz seiner Beeinträchtigung noch ausüben könnte Die Kapitalanlagen der Continentale Lebensversicherung stiegen bei einer Nettoverzinsung von 6,5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro; Abschreibungen waren bei der Continentale Lebensversicherung nur im fünfstelligen Euro-Bereich nötig. Die Verwaltungskostenquote blieb mit 3 Prozent unter dem Branchendurchschnitt von 3,5 Prozent.

Weiterhin herausragendes Wachstum erzielte der Verbund in der Sparte Kraftfahrzeugversicherung. Die Continentale Sachversicherung AG steigerte ihre Beitragseinnahmen in diesem Geschäftsfeld um 40 Prozent - die Branche erreichte nur 4,9 Prozent. Die Zahl der Verträge wurde um 30 Prozent erhöht. "Wir setzen in der Kfz-Sparte seit geraumer Zeit auf sehr einfache Tarife ohne kompliziertes Rabattsystem und sogenannte 'weiche Tarifmerkmale'. Dieses verständliche und transparente Angebot ohne Haken und Ösen wird vom Verbraucher immer mehr honoriert", so Wilhelm Sonnemann, Vorstand der Continentale Sachversicherung.

Die Continentale Sachversicherung erreichte auch im Bereich der Privaten Haftpflichtversicherung mit einem Beitragsplus von 9,3 Prozent starken Zuwachs, während die Branche mit 1,5 Prozent Zuwachs nahezu stagnierte. Insgesamt steigerte das Unternehmen seine Beitragseinnahmen um über 10 Prozent auf 246 Millionen Euro und übertraf damit das Branchenwachstum von 2,9 Prozent deutlich. Auch der Ertrag nach Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Quelle: Pressemeldung Der Versicherungsverbund Die Continentale

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