Daimler erwartet für 2010 ein Konzern-EBIT von über 4 Mrd. €

27.04.2010 | Stuttgart
Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) weist, wie am 19. April 2010 bereits veröffentlicht, für das erste Quartal ein EBIT von 1.190 (i. V. -1.426) Mio. € aus. "Dieses sehr gute Ergebnis im ersten Quartal zeigt, dass wir in der Krise unsere Hausaufgaben erledigt haben und jetzt mit neuem Schwung auf den Erfolgspfad zurückgekehrt sind", sagt Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Die sehr gute Ergebnisentwicklung spiegelt den sich fortsetzenden Aufwärtstrend in nahezu allen Geschäftsfeldern wider. Insbesondere Mercedes-Benz Cars konnte im ersten Quartal 2010 aufgrund gestiegener Absatzzahlen im Oberklasse- und Luxussegment ein deutlich positives Ergebnis erzielen.

Die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses führte zu einer signifikanten Verbesserung des Konzernergebnisses auf 612 Mio. € (i. V. -1.286 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,65 (i. V. -1,40) €.

Konzernabsatz im ersten Quartal um 21% gestiegen

Im ersten Quartal 2010 hat Daimler weltweit 402.700 Pkw und Nutzfahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahresniveau um 21% übertroffen.

Der Umsatz von Daimler ist deutlich von 18,7 auf 21,2 Mrd. € gestiegen; bereinigt um Wechselkursveränderungen betrug der Umsatzanstieg 15%.

Der Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft war positiv und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von -1,1 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €.

Zum Ende des ersten Quartals 2010 waren bei Daimler weltweit 254.779 (i. V. 263.819) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 161.449 (i. V. 164.983) in Deutschland tätig.

Die Geschäftsfelder im ersten Quartal im Einzelnen

Mercedes-Benz Cars verzeichnete im ersten Quartal 2010 eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung. Insbesondere durch starkes Wachstum im Segment der E- und S-Klasse stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 20% auf 277.100 (i. V. 231.200) Einheiten. Damit setzt die Pkw-Sparte die positive Entwicklung des vierten Quartals 2009 in diesem Jahr weiter fort. Der Umsatz nahm im ersten Quartal um 28% auf 11,6 Mrd. € zu.

Das EBIT des Geschäftsfelds betrug 806 (i. V. -1.123) Mio. €. Die deutliche Belebung des Absatzes, insbesondere im Oberklasse- und Luxussegment, der damit verbundene bessere Produkt-Mix sowie eine bessere Preisdurchsetzung waren die wesentlichen Faktoren, die zu dieser Ergebnisverbesserung beigetragen haben. Vor allem in den USA und China konnte das Geschäftsfeld seine Fahrzeugabsätze deutlich steigern. Ergebnisbelastend wirkten Wechselkurseffekte, denen jedoch teilweise Effizienzgewinne und Kostenreduzierungen gegenüberstanden.

Daimler Trucks setzte 70.600 (i. V. 65.400) Fahrzeuge ab. Besonders die positive Absatzentwicklung in Lateinamerika (+79%) und Südostasien (+48%) konnte die niedrigeren Absätze in Deutschland, dem Nahen und Mittleren Osten sowie in Japan mehr als ausgleichen. Der Umsatz lag mit 4,9 Mrd. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Das EBIT des Geschäftsfelds war mit 130 Mio. € wieder positiv (i. V. -142 Mio. €). Diese Ergebnisverbesserung ist vor allem auf die gute Geschäftsentwicklung in Lateinamerika zurückzuführen. Weitere positive Effekte ergaben sich aus den Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere aus der Neuausrichtung der Tochtergesellschaften Daimler Trucks North America und Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation. Die Umsetzung dieser Programme beeinflusste das EBIT im abgelaufenen Quartal noch mit -17 (i. V. -45) Mio. €.

Mercedes-Benz Vans konnte infolge einer leichten Markterholung den Absatz auf 46.700 (i. V. 28.800) Transporter erhöhen. Der Umsatz lag mit 1,7 Mrd. € ebenfalls über dem Vorjahresniveau (1,3 Mrd. €).

Das Geschäftsfeld erzielte ein operatives Ergebnis von 64 (i. V. -91) Mio. €. Die positive Ergebnisentwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem im Vergleich zum Vorjahr höheren Fahrzeugabsatz, insbesondere in Westeuropa. Belastungen durch Wechselkurseffekte konnten durch Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen weitgehend kompensiert werden.

Daimler Buses hat den weltweiten Absatz mit 8.400 (i. V. 6.800) Bussen und Fahrgestellen deutlich gesteigert. Der Umsatz lag mit 1.011 (i. V. 904) Mio. € über dem Vorjahresniveau.

Das Geschäftsfeld erzielte ein EBIT von 41 (i. V. 65) Mio. € und konnte damit erwartungsgemäß das hohe Vorjahresergebnis nicht erreichen. Die Ergebnisentwicklung ist im Wesentlichen auf geringere Fahrzeugabsätze in Westeuropa zurückzuführen, die durch den positiven Geschäftsverlauf in Lateinamerika nicht vollständig ausgeglichen werden konnten.

Bei Daimler Financial Services ging das weltweite Vertragsvolumen im Vergleich zum Vorjahreswert um 3% auf 59,9 Mrd. € zurück. Gegenüber dem Jahresende 2009 stieg das Vertragsvolumen um 3%, wechselkursbereinigt ist es um 1% gesunken. Das Neugeschäft stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6% auf 6,2 Mrd. €, wechselkursbereinigt gab es einen Anstieg von 5%.

Das Geschäftfeld weist ein EBIT von 119 (i. V. -167) Mio. € aus. Maßgeblich für die Ergebnisverbesserung waren hauptsächlich eine geringere Risikovorsorge sowie höhere Zinsmargen. Dagegen entstanden Aufwendungen im Wesentlichen aus der Bewertung zur Veräußerung vorgesehener nicht-fahrzeugbezogener Vermögenswerte, die Gegenstand von Leasingvereinbarungen sind (-46 Mio. €).

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns enthält insbesondere das anteilige Ergebnis der at-equity bewerteten Beteiligung an EADS sowie weitere zentral verantwortete Sachverhalte.

Im ersten Quartal 2010 betrug der Anteil von Daimler am Ergebnis der EADS -269 (i. V. 83) Mio. €. Der starke Rückgang des Ergebnisbeitrags ist überwiegend auf die bei der EADS im Konzernabschluss 2009 gebildeten Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Militärtransporter A400M zurückzuführen. Gegenläufig führte der Verkauf der 5,3%-igen Beteiligung an Tata Motors zu einem Ertrag vor Steuern von 265 Mio. €, der in der Überleitung zum Konzern-EBIT berücksichtigt ist.

Die Sonderfaktoren, die die Ergebnisentwicklung der Daimler AG im ersten Quartal 2010 beeinflussten, sind in der Tabelle auf der Seite 9 dargestellt.

Ausblick

Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder erwartet Daimler, dass der Konzernabsatz im Jahr 2010 insgesamt deutlich steigen wird (i. V.1,6 Mio. Fahrzeuge).

Nach dem deutlichen Rückgang im Jahr 2009 geht der Konzern davon aus, dass der Umsatz im Jahr 2010 zwar wieder steigt, aber noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2008 liegen wird.

Das Wachstum

wird dabei voraussichtlich von allen automobilen Geschäftsfeldern getragen.

Daimler rechnet für 2010 mit einem EBIT aus dem laufenden Geschäft von über 4 Mrd. €. Maßgebliche Grundlage für diese Erwartung ist die weitere Belebung der Märkte, die Aufhellung des konjunkturellen Umfelds und der Markterfolg der Produkte.

Die EBIT-Erwartungen der Geschäftsfelder aus dem laufenden Geschäft für 2010 im Einzelnen:

  • Mercedes-Benz Cars rechnet mit einem EBIT von 2,5 bis 3 Mrd. €.
  • Daimler Trucks erwartet ein EBIT von 500 bis 700 Mio. €.
  • Mercedes-Benz Vans geht von einem EBIT in der Größenordnung von 250 Mio. € aus.
  • Daimler Buses rechnet mit einem EBIT von 180 Mio. €.
  • Daimler Financial Services erwartet ein EBIT von mehr als 500 Mio. €.



Quelle: Pressemeldung Daimler AG

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