HARTMANN GRUPPE erfolgreich auf Kurs in schwierigem Umfeld

09.11.2006 | Heidenheim
Operatives Konzernergebnis leicht verbessert: Heidenheim, 09.11.2006. In den ersten neun Monaten des Jahres 2006 setzte die HARTMANN GRUPPE ihr organisches Wachstum mit einer Steigerung um 1,5 % fort. Diese Entwicklung war gekennzeichnet durch ein über dem Marktwachstum liegendes Plus von 2,6 % in den medizinischen Kernsegmenten Wund-, Inkontinenz- und OP-Management.

Das operative Konzernergebnis verbesserte sich um 0,9 % und knüpft damit an das erfreuliche Vorjahresergebnis an.

Erfreuliches Wachstum in den Kernsortimenten

Die HARTMANN GRUPPE erzielte in den ersten drei Quartalen 2006 Umsatzerlöse in Höhe von 901,3 Mio. EUR. Bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen im Beteiligungsportfolio entspricht dies einem organischen Umsatzwachstum von 1,5 % verglichen mit den ersten neun Monaten des Vorjahres.

"Trotz sinkender Marktpreise, einer restriktiven Erstattungspraxis insbesondere in Deutschland sowie steigenden Rohstoffkosten bestätigt sich, dass unsere konsequente Fokussierung auf das medizinische Kerngeschäft der richtige Weg ist", betont Dr. Rinaldo Riguzzi, Vorstandsvorsitzender der PAUL HARTMANN AG.

In den medizinischen Kernsegmenten hat das Unternehmen weiter zugelegt. Die HARTMANN GRUPPE verzeichnete hier ein Umsatzplus von 2,6 %. Das Segment Inkontinenzmanagement bildete per September 2006 mit Umsatzerlösen von 346,0 Mio. EUR und einer Steigerung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 2,3 % weiterhin das umsatzstärkste Segment des Konzerns. Im Segment Wundmanagement nahmen die Umsatzerlöse um 2,6 % auf 273,6 Mio. EUR zu. Die Umsatzerlöse im Segment OP-Management lagen in den ersten drei Quartalen 2006 bei 122,2 Mio. EUR; dies entspricht einem Plus von 3,7 %. Bei den sonstigen Konzernaktivitäten gingen die Umsatzerlöse strategiebedingt um 17,5 % auf 159,5 Mio. EUR zurück. Dadurch lagen die nominalen Umsatzerlöse um 1,6 % unter denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

Der Anteil der medizinischen Kernsegmente am Gesamtumsatz hat sich zum 30. September 2006 auf 82,3 % erhöht.

Operatives Konzernergebnis leicht verbessert

Durch den weiteren konsequenten Abbau der Nettoverschuldung und eine niedrigere Steuerquote konnte das operative Konzernergebnis gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 0,9 % verbessert werden. Es betrug nach Ablauf der ersten drei Quartale 2006 25,3 Mio. EUR. Hiervon wurden 7,8 Mio. EUR im 3. Quartal 2006 erwirtschaftet.

Ergebnisbelastungen aufgrund rückläufiger Verkaufspreise und höherer Rohstoffpreise hat HARTMANN durch Produktivitätsverbesserungen in den Betrieben und ein über dem Markt liegendes Umsatzwachstum in den medizinischen Kernsegmenten entgegengewirkt. Dennoch konnten die Belastungen des deutlich schwieriger werdenden Marktumfelds nicht vollständig kompensiert werden: Das operative EBIT ging in den ersten drei Quartalen 2006 um 12,2 % auf 44,4 Mio. EUR zurück. Davon entfielen 13,9 Mio. EUR auf das 3. Quartal 2006.

Per 30. September 2006 ging das EBIT gegenüber dem vergleichbaren Vorjahrzeitraum um 17,6 Mio. EUR auf 42,8 Mio. EUR zurück. Der größte Teil dieses Rückgangs wurde durch Sondereffekte (9,8 Mio. EUR positiv im Jahr 2005 und 1,6 Mio. EUR negativ im Jahr 2006) verursacht.

Insbesondere wegen dieser Sondereffekte ging das Konzernergebnis um 7,9 Mio. EUR auf 24,3 Mio. EUR zurück.

Solides finanzielles Fundament

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem 31. Dezember 2005 (46,1 %) auf 47,1 %.

Zum 30. September 2006 lag die Nettoverschuldung der HARTMANN GRUPPE bei 140,1 Mio. EUR; gegenüber dem 31. Dezember 2005 (149,9 Mio. EUR) bedeutet dies einen Abbau von 9,8 Mio. EUR.

Beschäftigtenzahl weiter rückläufig

Am 30. September 2006 waren 8.807 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der HARTMANN GRUPPE beschäftigt. Der Rückgang um 307 Beschäftigte gegenüber dem 31. Dezember 2005 ist hauptsächlich auf Anpassungen in ausländischen Betrieben zurückzuführen. Hier waren Produktivitäts-steigerungen erforderlich, um dem Margendruck entgegenzuwirken. In den kundennahen Funktionsbereichen Marketing und Vertrieb hingegen erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am 30. September 2006 waren 61,8 % der Beschäftigten in ausländischen Tochtergesellschaften tätig.

Ausblick

Vor dem Hintergrund eines weiteren Wachstums bei den medizinischen Kernsortimenten und planmäßig rückläufigen Umsätzen bei den sonstigen Konzernaktivitäten infolge der Desinvestitionen bestätigt das Unternehmen seine in der zurückliegenden Quartalsberichterstattung getroffenen Aussagen und erwartet für das laufende Jahr Umsatzerlöse und ein operatives Konzernergebnis auf Vorjahreshöhe.

Quelle: Pressemeldung PAUL HARTMANN AG

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