Krankenkassen erreichen positives Finanzergebnis im ersten Quartal 2011
Das positive Finanzergebnis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) führt das Ministerium zum einen auf höhere Einnahmen durch die gute Wirtschaftsentwicklung zurück, zum anderen auf geringer gestiegene Ausgaben als erwartet. So betrage das Ausgabenplus je Versicherten 3,1 Prozent; erwartet hatte der GKV-Schätzerkreis etwa 4,3 Prozent. Dies sei vor allem dem Arzneimittelsparpaket der Regierung vom August 2010 zu verdanken, so das Ministerium. So verzeichne die GKV erstmals seit Jahren einen Rückgang bei den Arzneimittelausgaben um 4,8 Prozent je Versicherten. "Außerdem wurden zusätzliche Einsparungen durch die Rabatt-Vereinbarungen der Kassen mit pharmazeutischen Unternehmen realisiert", heißt es in der Erklärung des Ministeriums. So sanken die Medikamentenausgaben der AOK-Gemeinschaft überdurchschnittlich um 6,8 Prozent je Versicherten.
Die GKV-weit höchsten Steigerungsraten gab es bei Behandlungspflege/Häusliche Krankenpflege (plus 13,5 Prozent) und Krankengeld (plus 11,2 Prozent). Letzteres führt das Ministerium vor allem auf eine "Zunahme der Krankengeldberechtigten in höheren Altersgruppen vor der Verrentung sowie der Anstieg von lang andauernden psychischen Erkrankungen" zurück.
Der Überschuss der AOK-Gemeinschaft beläuft sich im ersten Quartal auf rund 627 Millionen Euro. Den Einnahmen von 17,4 Milliarden Euro standen Ausgaben von etwa 16,8 Milliarden Euro gegenüber. Dieses Ergebnis dokumentiere die finanzielle Stabilität der AOK, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann.
Quelle: Pressemeldung AOK-Bundesverband GbR
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