Lebensversicherungensgeschäft weiterhin auf Hochtouren

22.09.2000 | Köln
Im ersten Halbjahr 2000 verzeichnet die Generali Lloyd Lebensversicherung AG weiter ein überdurchschnittliches Wachstum des Neugeschäftes insbesondere in der Renten- und in den Kollektivversicherungen. Insbesondere durch den Prämienverfall in den Kraftfahrt- und Industriesparten hält der Beitragsrückgang bei der Generali Lloyd Versicherung AG noch an.

Die Produktion der Generali Lloyd Lebensversicherung AG der ersten Monate des laufenden Jahres wurde noch erheblich von der Steuerdiskussion in 1999 beeinflußt. Im 1. Halbjahr erhöhte sich das eingelöste Neugeschäft nach Versicherungssumme um 23,5% auf 5.919,7 Mio. DM. Der Gesamtbeitrag des eingelösten Neugeschäftes stieg um 15,4% auf 573,2 Mio. DM. Ursächlich hierfür sind die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Einmalbeiträge, die um 15,9% auf 481,5 Mio. DM wuchsen. Der laufende Jahresbeitrag aus dem Neugeschäft erhöhte sich um 12,8% auf 91,7 Mio. DM. Davon entfallen ca. 50% auf das Ergebnis der ersten zwei Monate. Die Anzahl der neu akquirierten Verträge ist um 23,4% auf 66,2 TSD. angestiegen.

In der Zusammensetzung des Neugeschäftes ergab sich eine Verlagerung von Kapital- zu Renten-versicherungen. Die Rentenversicherungen sind um 36,1% auf einen laufenden Jahresbeitrag von 37,1 Mio. DM gestiegen und erreichten einen Produktionsanteil von 40,5%. Die Einzelkapitalversicherungen mit einem laufendem Jahresbeitrag von 23,9 Mio. DM verzeichneten ein Minus von 23,4% im Vergleich zum Vorjahr. Deren Produktionsanteil reduziert sich auf 23,4%. Die Risikoversicherungen sind um 24,0% auf einen laufenden Jahresbeitrag von 4,7 Mio. DM gestiegen und haben einen Produktionsanteil von 4,7%. Die Kollektivversicherungen entwickelten sich besonders gut: der laufende Beitrag wuchs um 36,5% auf 26,5 Mio. DM, dies entspricht einem Produktionsanteil von 28,9%.

Der Versicherungsbestand erhöhte sich zum 30. Juni 2000 - mit einer Steigerung von 22,0 % gegen-über dem Vorjahr - um 10,0 Mrd. DM auf 55,4 Mrd. DM. Die Anzahl der bestehenden Versicherungs-verträge ist um 8,6% auf 914,8 TSD. gestiegen.

Die Gesamtbeiträge erreichten im ersten Halbjahr ein Volumen von 1.038,6 Mio. DM. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr liegt bei 12,6%.

Die Stornoquote der ersten sechs Monate liegt bei 6,3%.

Der Abschlusskostensatz sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6%. Der Verwaltungskostensatz entwickelt sich auf Vorjahresniveau (3,2%).

Die Kapitalanlagen der Generali Lloyd Lebensversicherung AG erhöhten sich zum 30. Juni um 9,2% gegenüber dem Vorjahr auf 14,7 Mrd. DM. Die laufenden Kapitalerträge wuchsen im gleichen Zeitraum um 7,3% auf 443,4 Mio. DM.

Die Mitarbeiteranzahl reduzierte sich um 13 Personen auf 267.

Eingeleiteter Sanierungskurs zeigt Wirkung

Die Gebuchten Bruttobeiträge der Generali Lloyd Versicherung AG weisen im ersten Halbjahr 2000 einen Rückgang um 9,2% auf 969,9 Mio. DM auf. Dieses Ergebnis ist in erster Linie auf die im letzten Jahr durchgeführte Sanierung des Kraftfahrtgeschäftes zurückzuführen. In dieser Sparte sanken die Beiträge von 596,0 Mio. DM auf 519,1 Mio. DM, dies entspricht einer Senkung von 12,9 Prozentpunkte. Auch in den anderen Sachsparten - mit Ausnahme der Wohngebäudeversicherung - ist eine durch den Markt bedingt negative Beitragsentwicklung zu verzeichnen. Insbesondere weisen die Feuerversicherung (-18,2% zum Vorjahr) und die Transportversicherung (-10% zum Vorjahr) höhere Prämienrückgänge auf. Bis zum Jahresende wird mit einem weiteren Beitragsabgang gerechnet.

Durch die Sanierung in der Kraftfahrtversicherung ergibt sich ein deutlicher Rückgang in der Schadenhäufigkeit, welcher eine positive Wirkung auf die Geschäftsjahresschäden hat. Die Zahlungen für im Geschäftsjahr angefallene Schäden haben sich in der ersten Jahreshälfte um 18,7% auf 253,0 Mio. DM verringert. In der Gesamtschadenquote ist noch durch die nachlaufende Schäden keine weitere spürbare Entlastung zu sehen.

Aufgrund des Geschäftsrückganges und des konsequenten Kostenmanagements sind die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb gesunken. Die Gesamtkosten brutto sind um 2,1% auf 310,5 Mio. DM zurückgegangen. Durch die rückläufigen Beitragseinnahmen steigt jedoch die Gesamtkostenquote von 29,7% auf 32,1%.

Die Kapitalanlagen zum 30. Juni 2000 erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 4,1% auf 1.981,3 Mio. DM. Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen ging um 3,2% von 61,5 auf 59,6 Mio. DM zurück.

Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich insgesamt um 25 Personen auf 1842. Davon 7 aus dem Innendienst und 18 aus dem Aussendienst.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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