NORD/LB weiter mit positivem Ergebnis

16.12.2008 | Hannover/Braunschweig
Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2008 im Konzern ein Ergebnis in Höhe von 108,1 Mio. Euro vor Steuern erzielt. Dies geht aus den vorläufigen Neun-Monats-Zahlen der Bank nach IFRS hervor. Obwohl das zweite Halbjahr durch eine Verschärfung der weltweiten Finanzkrise geprägt war, konnte sich die NORD/LB auch in diesem schwierigem Marktumfeld weiterhin behaupten.

"Unser kundenorientiertes Geschäftsmodell erweist sich auch in diesen stürmischen Zeiten als tragfähig und wetterfest", betonte der Vorstandsvor-sitzende der NORD/LB, Dr. Hannes Rehm. "Die NORD/LB hat ihr Kreditgeschäft mit Kunden ausgeweitet und sich damit auch in der Krise als verlässlicher und leistungsfähiger Finanzierungspartner bewährt." Das Kreditgeschäft mit Kunden (Forderungen an Kunden) sei um 26 Prozent gestiegen. Auch bereinigt um den Sondereffekt der Akquisition der Deutschen Hypothekenbank liege der Anstieg immer noch bei rund 7,3 Mrd. Euro oder 8 Prozent. Allein im dritten Quartal sei das Kreditgeschäft mit Kunden (Forderungen an Kunden) im Konzern um 4,5 Mrd. Euro gesteigert worden.

"Mit der geplanten Auflage eines garantierten und besicherten Medium Term Note-Programms (G-MTN) hat die Bank ein wettbewerbsfähiges Kapitalmarktinstrument entwickelt, mit dem die NORD/LB auch inmitten massiver Marktverzerrungen die Kreditversorgung ihrer Kunden sicherstellen will, indem sie die Refinanzierung von Neugeschäft auf der Basis ihrer bewährten Refinanzierungsstrategie bedarfsgerecht fortführt", erklärte Rehm. Die Abstimmung mit der EU-Kommission in Brüssel laufe bereits.

Das vorläufige 9-Monats-Ergebnis

Das Zinsergebnis des NORD/LB Konzerns erreichte den vorläufigen Zahlen zufolge in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 1.087,9 Mio. Euro und blieb damit gegenüber dem anteiligen 9/12-Wert des Vorjahresergebnisses (1.108,5 Mio. Euro) stabil. Die Risikovorsorge beläuft sich auf 225,1 (28,3) Mio. Euro. Dieser Anstieg wird maßgeblich geprägt durch Wertberich-tigungen im Zusammenhang mit Settlement-Schwierigkeiten aus einem nicht erfüllten Kundengeschäft (rund 118 Mio. Euro). Das Provisionsergebnis stieg leicht auf 130,5 (121,3) Mio. Euro.

Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten (einschließlich Hedge Accounting) betrug -318,8 (-342,6) Mio. Euro und wird nahezu vollständig durch die Effekte der internationalen Finanzkrise geprägt. Die neuen IFRS-Bilanzierungsregelungen, die eine spürbare Entlastung im Bewertungsergebnis zur Folge hätten, kamen dabei noch nicht zur Anwendung. Insofern sind die Neun-Monats-Zahlen noch als vorläufig zu werten. Grundsätzlich weist das Portfolio weiterhin eine hohe Qua-lität auf, so dass die aktuellen Bewertungsausschläge überwiegend temporärer Natur und Wertaufholungen in der Zukunft sehr wahrscheinlich sind.

Ebenfalls durch die Finanzkrise beeinflusst wird das Ergebnis aus Finanzanlagen, das sich auf -89,2 (9,0) Mio. Euro belief. Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Unternehmen lag bei 39,9 (66,7) Mio. Euro. Die Verwaltungsaufwendungen blieben mit 639,2 (641,6) Mio. Euro konstant. Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg auf 122,0 (84,0) Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern erreichte für den Konzern in der Folge 108,1 (377,0) Mio. Euro. Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahreswert ist aber nur eingeschränkt möglich, da das Geschäftsjahr 2007 nur teilweise von der Finanzkrise betroffen war.

Die Cost-Income-Ratio lag bei 60,2 (61,8) Prozent, der Return-on-Equity (RoE) belief sich auf 2,0 (9,4) Prozent. Die Bilanzsumme des Konzerns stieg auf 245,4 (Jahresultimo 2007: 201,5) Mrd. Euro. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im laufenden Jahr erstmals auch die Deutsche Hypothekenbank konsolidiert wurde. Das Kreditvolumen erhöhte sich auf 196,2 (165,6) Mrd. Euro. Das aufsichtsrechtliche Eigenkapital betrug 9,1 (9,3) Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote liegt mit 8,1 (7,0) Prozent auf komfortablem Niveau.

"Das Geschäftsjahr 2008 war und ist massiv geprägt durch den Umgang mit den Marktverwerfungen durch die Finanzkrise. Deren Auswirkungen haben wir dank unserer konservativen Risikopolitik und einer vernünftigen Diversifizierung unserer Ertragsquellen gut abfedern können. Doch wir haben das Jahr auch genutzt, um den NORD/LB Konzern strategisch weiterzuentwickeln", hob Rehm hervor: "Mit der Neuaufstellung der Braunschweigischen Landessparkasse als teilrechtsfähige "Anstalt in der Anstalt" haben wir die Basis unseres Retailgeschäfts nachhaltig gestärkt. Durch die Akquisition der Deutschen Hypo haben wir unserem strategischen Wachstumsgeschäftsfeld der Gewerbeimmobilien-Finanzierung neuen Schub gegeben. Wir haben unsere Firmenkundenoffensive unbeirrt fortgesetzt und stellen unser Finanzmarkt-Geschäft kundenorientiert neu auf. Und mit dem Konzept des GMTN-Emissionsprogramms sichern wir nicht nur das Fundament unserer Refinanzierung, sondern schaffen auch ein neues Kapitalmarkt-Instrument, dass uns die Akquisition von Neugeschäft auch in dieser schwierigen Zeit ermöglicht."

Quelle: Pressemeldung NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale

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