Positives Halbjahresergebnis der CENTRAL
Mit 335.056 Personen hatte die CENTRAL in ihrem wichtigsten Geschäftsfeld Ende Juni fast 5.800 mehr Versicherte als am Ende des ersten Halbjahres 1999. Das deutlichste Wachstum realisierte die Gesellschaft bei den Versicherungen gegen laufenden Beitrag mit 5,9% in der Krankheitskosten-Vollversicherung. Auch in der Krankentagegeldversicherung erreichte die CENTRAL einen Zuwachs von 4,6% im Vergleich zum Halbjahresergebnis des Vorjahres. Zurückgegangen ist der Bestand in der Krankenhaustagegeldversicherung. Insgesamt wurde der in Monatssollbeiträgen gemessene Versicherungsbestand um knapp 5% auf 177,7 Mio. DM ausgebaut. Von dem Bestandswachstum von 8,4 Mio. DM entfielen zirka 360.000 DM auf den zehnprozentigen Beitragszuschlag. Insgesamt steigerte die CENTRAL ihre Prämieneinnahmen um 4,9% auf 1,054 Mio. DM (VJ 1.004 Mio. DM).
Die Zahl der versicherten Personen in der Krankheitskosten-Vollversicherung nahm am stärksten in den Tarifen mit hoher Selbstbeteiligung zu. In den Vollversicherungstarifen für Angestellte und Selbstständige entfielen fast 50% der Neuzugänge auf Tarife mit einer Selbstbeteiligung von mindestens 1.500 DM. 30% der Neukunden entschieden sich für Selbstbeteiligungen zwischen 500 und 1.100 DM, und 20% wählten einen Vollversicherungstarif ohne Selbstbeteiligung.
HBO vergrößert Produktionsanteil
Im Vergleich zum Vorjahreswert konnte die HBO ihren Anteil am Neugeschäftsvolumen von 16,9% auf 17,3% ausbauen. Zusammen mit dem Vertriebsweg Assekuranz erzielte sie knapp die Hälfte der Gesamtproduktion. Der mit Abstand wichtigste Vertriebspartner der Gesellschaft ist weiterhin die Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG mit einem Anteil von 37,6% am Produktionsergebnis der CENTRAL. Die Volksfürsorge war in den ersten sechs Monaten dieses Jahres erneut der zweitstärkste Vertriebsweg unter den Konzernpartnern, gefolgt von der Aachener und Münchener Versicherung und der Thuringia. Während die Volksfürsorge ihr Produktionsergebnis leicht um 1% erhöhen konnte, erzielte die Aachener und Münchener Versicherung eine deutliche Steigerung von 13,5%. Die Thuringia konnte ihr Vorjahresergebnis halten. Insgesamt entwickelte sich die Produktion leicht unter dem Vorjahresniveau (-3,6%).
Überdurchschnittliche Produktion bei Selbstständigen
In seinem wichtigsten Geschäftsfeld, der Krankheitskosten-Vollversicherung, konnte das Unternehmen bei wichtigen Zielgruppen deutliche Zuwächse im Neugeschäft erzielen. Im Marktsegment der Selbstständigen baute die CENTRAL die Nettoproduktion um 4,4% weiter aus. Innerhalb der freien Berufe (+ 5,6%) lag der Zugang bei der Zielgruppe der Zahnärzte mit 8,8% deutlich über dem Ergebnis des ersten Halbjahres 1999.
Weiterhin positiver Wanderungssaldo von der GKV
Fast 10.300 Versicherte wechselten im ersten Halbjahr dieses Jahres von der gesetzlichen Krankenversicherung in einen Vollversicherungstarif bei der CENTRAL. Dagegen hat die Gesellschaft knapp 3.200 Kunden verloren, die sich wegen Eintritts der Versicherungspflicht wieder gesetzlich versichern mussten. Der Wanderungssaldo zwischen der CENTRAL und der GKV betrug damit im ersten Halbjahr 2000 +7.098, das sind 5,5% mehr als Ende Juni 1999 (+6.727). Insgesamt hatten zum Ende des ersten Halbjahres 2000 1.229.077 Personen ihren Versicherungsschutz der CENTRAL anvertraut. Die Zahl der versicherten Personen liegt damit leicht über dem Referenzwert des Vorjahres.
Beitragsentlastungskomponente stark gefragt
Die bisher angebotene Beitragsentlastungskomponente BE bzw. die Eurovariante EBE wird von den Kunden stark nachgefragt. Zum 30. Juni 2000 hatten rund 50.000 CENTRAL-Versicherte den BE bzw. EBE abgeschlossen. Das entspricht einem Wachstum von 21,7% gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der Zugang resultiert zu etwa zwei Dritteln aus dem Neugeschäft und zu gut einem Drittel aus dem Bestand.
Die CENTRAL hat eine neue Beitragsreduktionskomponente entwickelt, die auf die durch die VAG-Novelle modifizierte Überzinsverwendungsvorschrift und den zehnprozentigen Beitragszuschlag zugeschnitten ist. Das Gesetz sieht vor, daß dieser Zuschlag von allen Kunden zu zahlen ist, die nach dem 31. Dezember 1999 eine Vollversicherung abschließen. Versicherte, die zu diesem Zeitpunkt bereits eine Vollversicherung abgeschlossen haben, können der Erhebung des Zuschlags widersprechen. Die neue Beitragsentlastungskomponente wird als DM-Variante (BE63) und als Eurovariante (EBE63) zum 1. August 2000 eingeführt. Die Versicherten können durch die Vereinbarung einer solchen Komponente individuell dafür vorsorgen, dass im Ruhestand, wenn sich das persönliche Einkommen in der Regel verringert, auch die Krankenversicherungsprämie deutlich sinkt. Die prämiendämpfende Wirkung der neuen Überzinsverwendung und des obligatorischen Beitragszuschlags können dadurch nachhaltig verstärkt werden. Aber auch für Bestandskunden, die den mit der VAG-Novelle eingeführten obligatorischen Beitragszuschlag zur Prämienentlastung nicht vereinbaren, bleibt der BE bzw. EBE weiterhin eine wirkungsvolle Alternative zur individuellen Beitragsreduktion im Alter.
Kapitalanlagenbestand um 15,1% vergrößert
Die CENTRAL baute ihren Bestand an Kapitalanlagen im ersten Halbjahr dieses Jahres auf 5.840,6 Mio. DM aus. Das entspricht einem Zuwachs von 15,1% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres.
Die Erträge aus Kapitalanlagen stiegen im Vergleich zum Referenzwert des Vorjahres um 45,1% auf 282,0 Mio. DM. Wie schon im ersten Quartal dieses Jahres ist dies zu einem großen Teil auf die Entwicklung der außerordentlichen Erträge zurückzuführen. Diese wurden mehr als verdoppelt und betrugen zum 30. Juni 2000 123,9 Mio. DM. In Erwartung einer eher verhaltenen Entwicklung der Finanzmärkte wurden die für den weiteren Jahresverlauf vorgesehenen außerordentliche Erträge bereits vorzeitig realisiert. Auf die laufenden Erträge entfielen im Berichtszeitraum 158,1 Mio. DM, das entspricht einer Steigerung von 11,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Rückgang in den Aufwendungen für Versicherungsleistungen
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle einschließlich der Rückstellungen sind zum 30. Juni 2000 um 4,1% auf 639,7 Mio. DM gesunken.
Hier wirkt sich die für 1999 wiedereingeführte Beitragsrückerstattung für leistungsfreie Versicherte (BRE) in der Vollversicherung aus. Auch im kommenden Jahr wird die CENTRAL in allen anspruchsbegründenden Tarifen eine BRE an leistungsfreie Versicherte ausschütten. Kunden, die für das Jahr 2000 keine Erstattungsanträge einreichen, erhalten dann eine Beitragsrückerstattung in Höhe von einem Monatsbeitrag. Wenn sie für 1999 und für 2000 keine Leistungen in Anspruch genommen haben, erhöht sich der Ausschüttungsbetrag, der im nächsten Jahr ausgezahlt wird, sogar auf zwei Monatsbeiträge. Haben Versicherte in anspruchsbegründenden Tarifen für die Jahre 1999 bis 2001 keine Versicherungsleistungen in Anspruch genommen, können sie in den Jahren 2000 bis 2002 insgesamt eine BRE von bis zu sechs Monatsbeiträgen zurückerhalten. In den Genuss der Beitragsrückerstattung können alle Versicherten mit einer Krankheitskosten-Vollversicherung kommen, sofern diese Versicherung Leistungen mindestens für ambulante und stationäre Heilbehandlung vorsieht. Ausgenommen sind Tarife mit einer Selbstbeteiligung von 3.000 Mark (1.500 Euro). An der Dynamisierung der BRE nehmen alle anspruchsbegründenden Tarife mit einer Selbstbeteiligung von bis zu 1.100 DM teil.
Einen positiven Einfluß auf die Entwicklung der Versicherungsleistungen hat möglicherweise auch die Tatsache, daß sich immer mehr Versicherte für Tarife mit höheren Selbstbeteiligungen entscheiden.
Besonders deutlich fiel mit 6,4% der Rückgang bei den Leistungen für Zahnarztbehandlung aus. In der ambulanten Behandlung, auf die über 40% der Gesamtleistung entfallen, gingen die Leistungen für Versicherungsfälle insgesamt um 3,3% zurück. Die einzelnen Leistungsarten entwickelten sich in diesem Bereich unterschiedlich. Während die Kosten für ambulante ärztliche Behandlung und Hilfsmittel um 5,8% bzw. 6,3% sanken, nahmen die Aufwendungen für Arznei- und Heilmittel um 3,9% bzw. 1,3% zu. Für Krankenhausbehandlungen, auf die etwa ein Drittel der Gesamtleistung entfällt, musste die CENTRAL 2,8% weniger aufwenden.
Ob die rückläufige Entwicklung der Leistungsaufwendungen sich auch im zweiten Halbjahr fortsetzen wird, bleibt abzuwarten. Denn die Leistungsrückgänge resultieren vor allem daraus, dass die im laufenden Geschäftsjahr erfolgten Erstattungen für 1999 besonders stark gesunken sind. Die im Berichtszeitraum erfolgten Leistungen für Behandlungen, die bereits im Jahr 2000 erfolgt sind, sind dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen (+1,7%).
Anhaltende Diskussion um die Zukunft der GKV
Die andauernde öffentliche Diskussion um die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung zeigt, dass die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung mit dem Anfang 2000 in Kraft getretenen Gesetzen noch längst nicht abgeschlossen ist. Eine neue Reform, das sogenannte "Organisationsgesetz", ist bereits geplant, und zahlreiche wissenschaftliche Institutionen und Leistungserbringer haben mittlerweile Vorschläge für einen umfassenden Umbau des staatlichen Gesundheitswesen gemacht. Seit Anfang des Jahres ist das Defizit aus Beitragseinnahmen und Leistungsausgaben in der GKV wieder auf 1,7 Mrd. DM gestiegen, und als Konsequenz aus der Steuerreform werden zusätzliche Belastungen in Milliardenhöhe auf die gesetzliche Krankenversicherung zukommen.
Die Rahmenbedingungen für die Position der PKV innerhalb des Marktes sind gut. Die anhaltende öffentliche Diskussion wird ebenso wie die zunehmend spürbaren negativen Auswirkungen der Budgetierung zu einer Belebung der Nachfrage nach privaten Krankenversicherungen führen.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
Dieser Beitrag wurde bisher 114 mal gelesen.
(Rang 672 auf wallstreet-letter.de)
Weitere News
Privatinsolvenzen - Deutschlandtrend steigt drastisch!
22.02.2012 | Auch, wenn sich die Wirtschaftslage in Deutschland langsam erholt, reicht das Geld bei vielen Menschen nicht...
weiter in Privatinsolvenzen - ...Kroatiens Wirtschaft hat Wachstumspotenzial
396 mal gelesen. Rang 13 auf wallstreet-letter.de.
11.11.2011 | Vorbereitung des EU-Beitritts eröffnet Investoren viele Perspektiven Boom bei Erneuerbaren Energien -...
weiter in Kroatiens Wirtschaft hat ...Photovoltaik im Nahen Osten kein "Nice to Have", sondern Ein Muss
345 mal gelesen. Rang 24 auf wallstreet-letter.de.
28.10.2011 | Solar Investment Summit - Middle East 2011
weiter in Photovoltaik im Nahen Osten kein ...Strompreisprognose 2012: Anstieg um 4 Prozent wahrscheinlich
19.10.2011 | Verivox hat ermittelt, dass die durchschnittlichen Strompreise für private Verbraucher zum Jahreswechsel um...
weiter in Strompreisprognose 2012: Anstieg um ...Arbeitszeugnisse richtig bewerten
26.09.2011 | Wer seine Arbeit in dem bisherigen Betrieb aufgibt, hat automatisch Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Dieses...
weiter in Arbeitszeugnisse richtig bewerten ...Aktuelles
Aktienkurse analysieren wie die Profis
Der Handel mit Wertpapieren an der ist sehr komplex....
weiter ...Die Zeit drängt: Höhere Förderung für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen
Für besonders energieeffiziente Anlagenkombinationen gibt es...
weiter ...Neuigkeiten
Neuer Windpark bei Polch versorgt 6.000 Haushalte mit sauberem Strom
pfalzwind GmbH bringt fünf Windräder nach nur vier Monaten...
weiter ...BASF treibt mit neuer globaler Geschäftseinheit Batterie- Aktivitäten für Elektromobilität voran
Neue Geschäftseinheit "Battery Materials" führt...
weiter ...Weitere Themen
EvoBus Werk Mannheim bis Jahresende gut ausgelastet
EvoBus baut das Kompetenzcenter Rohbau im Werk Mannheim...
weiter ...Archiv
Privatinsolvenzen - Deutschlandtrend steigt drastisch!
Auch, wenn sich die Wirtschaftslage in Deutschland langsam...
weiter ...Kroatiens Wirtschaft hat Wachstumspotenzial
Vorbereitung des EU-Beitritts eröffnet Investoren viele...
weiter ...Verschiedenes
Dax auf Jahreshoch, kratzt an der 7.000 Punkte Marke
Der Dax kratzt derzeit an der magischen Grenze von 7.000...
weiter ...Festplatten nach Hochwasser in Thailand teurer
Preise steigen in Deutschland um durchschnittlich 80 Prozent...
weiter ...
