Quartalsbericht: CENTRAL startet erfolgreich ins Jahr 2000
Das positive Neugeschäftsergebnis konnte von der CENTRAL trotz des seit Anfang des Jahres gesetzlich vorgeschriebenen Beitragszuschlags von 10 % auf die Neugeschäftsprämien in der Vollversicherung realisiert werden. Der Zuschlag ist in der Steigerung von 2,4 % nicht enthalten.
Die Produktionsentwicklung des ersten Quartals 2000 deutet darauf hin, dass die Einführung des obligatorischen Beitragszuschlags nicht die einschneidenden absatzhemmenden Auswirkungen zu haben scheint, die zunächst befürchtet wurden.
Ein Hauptproblem in der Kundenakquisition insbesondere in der Krankheitskosten-Vollversicherung war in den letzten zehn Jahren das Thema "Prämienentwicklung im Alter". Dieses Problem wird durch die VAG-Änderungen, die Anfang dieses Jahres im Rahmen der GKV-Reform 2000 in Kraft getreten sind, zu einem Auslaufmodell. Die lebhafte Neugeschäftsentwicklung deutet darauf hin, dass dies von vielen Verbrauchern erkannt wird.
Zusätzliche Rückstellungen zur Prämienentlastung im Alter
Die VAG-Novelle bringt in diesem Zusammenhang zwei Neuerungen, die beide demselben Ziel dienen: Nämlich dem Aufbau zusätzlicher Rückstellungen zur Prämienermäßigung im Alter. Hier ist zunächst die Ausweitung der Überzinsverwendung zu nennen, die 1994 im Versicherungsaufsichtsgesetz verankert wurde. Im Rahmen der Überzinsverwendung bilden die privaten Krankenversicherer eine zusätzliche Alterungsrückstellung, die sogenannte Altersentlastungsrückstellung. Die Zuführungen zu dieser Rückstellung werden aus den über die rechnungsmäßige Verzinsung hinausgehenden Zinserträgen finanziert. Wenn der Versicherte das 65. Lebensjahr vollendet hat, stehen die angesammelten Mittel zur Verfügung, um künftig Prämienanpassungen ganz oder teilweise zu finanzieren.
Modifikation der Überzinsverwendung
Die Anfang dieses Jahres in Kraft getretene Modifikation der Überzinsvorschriften bewirkt, dass die Zuführungen zur Altersentlastungsrückstellung gegenüber dem bisherigen Zuführungsvolumen deutlich erhöht werden. Unter Berücksichtigung der Nettoverzinsung, die die CENTRAL in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt erzielte, führt die neue Überzinsverwendung zu einer Erhöhung des Zuführungsvolumens von deutlich über 40 %.
Konstante Prämien ab Alter 65
Bei einem Versicherten, der heute 35 Jahre alt ist, wird allein schon diese Maßnahme zur Folge haben, dass seine Prämie im Alter um 10 % niedriger ist, als das bei dem bisher angewandten Verfahren der Fall gewesen wäre. Dieser Effekt wird durch die zweite Neuerung, nämlich durch den zehnprozentigen Beitragszuschlag, wesentlich verstärkt. Die Mittel, die der Alterungsrückstellung durch diesen Zuschlag zusätzlich zugeführt werden, stehen ebenfalls zur Finanzierung von Prämienanpassungen zur Verfügung, wenn der Versicherte, für den diese Mittel reserviert worden sind, das 65. Lebensjahr vollendet hat. Modellrechnungen der CENTRAL zeigen, dass die Prämienentwicklung im Alter mit diesen beiden Instrumenten nachhaltig gedämpft werden kann. Für Personen, die heute Mitte 30 oder jünger sind und die eine private Vollversicherung abschließen, besteht die begründete Erwartung, dass deren Prämien im Ruhestand konstant bleiben. Da die Rückstellungsbildung ein Kumulationsprozeß ist, ist ihre prämiendämpfende Wirkung um so höher, je länger eine Versicherung besteht. Aber auch wenn man kürzere Versicherungsdauern betrachtet, ergibt sich gegenüber dem bisher angewandten Verfahren immer noch eine erheblich niedrigere Prämienbelastung im Alter.
Das Problemthema "Prämienentwicklung im Alter" stellte in den letzten Jahren im Grunde das einzige ernst zu nehmende Argument gegen die PKV dar. Dieses Problem ist für die Altersgruppen, die heute zu den Hauptzielgruppen gehören, gelöst. Für die älteren Personengruppen ist es ganz wesentlich entschärft worden. Die positive Neugeschäftsentwicklung des ersten Quartals 2000 zeigt, dass die Kunden für diese Argumente zugänglich sind.
HBO vergrößert Produktionsanteil um knapp ein Zehntel
Eine besonders deutliche Produktionssteigerung erzielte die hauptberufliche Organisation der CENTRAL (HBO). Sie verbesserte ihr Ergebnis im Vergleich zum Referenzwert des Vorjahres um 10,0 %. Dadurch konnte die HBO ihren Anteil am Produktionsergebnis im Vergleich zum Vorjahreswert um knapp ein Zehntel vergrößern: Im ersten Quartal 2000 vermittelte die HBO 18 % des CENTRAL-Neugeschäfts.
Mit einem Anteil von 36 % am CENTRAL-Produktionsergebnis ist die Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG nach wie vor der mit Abstand wichtigste Vertriebspartner der CENTRAL. Zweitstärkster Vertriebsweg unter den Konzernpartnern war auch im ersten Quartal 2000 die Volksfürsorge, gefolgt von der Aachener und Münchener Versicherung und der Thuringia. Das Produktionsergebnis wurde zu 57 % von den Konzern-Organisationen und zu 43 % von der CENTRAL-Organisation erbracht.
Der in Monatssollbeitrag gemessene Versicherungsbestand wurde zum 31. März 2000 gegenüber dem Vorjahreswert um 4,6 % auf 176,7 Mio. DM erhöht. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 5,4 % auf 525,4 Mio. DM.
Im wichtigsten Geschäftsfeld, der Krankheitskosten-Vollversicherung, realisierte die CENTRAL ein Bestandswachstum von 5,5 % auf 115,4 Mio. DM. Mit 333.069 Personen hatte die Gesellschaft am 31. März 2000 fast 5.400 Vollversicherte mehr als am Ende des ersten Quartals 1999. Dieses Ergebnis ist auch darauf zurückzuführen, dass die anpassungsbedingten Abgänge im Vergleich zum Vorjahr halbiert werden konnten. Auch in anderen wichtigen Geschäftsfeldern erzielte die CENTRAL deutliche Steigerungsraten: So stieg der in Monatssollbeiträgen gemessene Versicherungsbestand in der Zusatzversicherung um 4,1 % auf 24,6 Mio. DM und in der Krankentagegeldversicherung um 4,2 % auf 13,7 Mio. DM.
Kapitalanlagenbestand um rund 138 Mio. DM erhöht
Der Kapitalanlagenbestand der CENTRAL wurde im ersten Quartal dieses Jahres auf 5.643,2 Mio. DM vergrößert. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Referenzwert des Vorjahres von 16,1 %. Die Erträge aus Kapitalanlagen stiegen zum 31. März 2000 im Vergleich zum ersten Quartal 1999 um rund 74,8 % auf 161,0 Mio. DM (92,1 Mio. DM; Vorjahreswerte auch im Folgenden in Klammern). Dies ist im Wesentlichen auf die Entwicklung der außerordentlichen Erträge zurückzuführen, die um 189,9 % auf 90,4 Mio. DM stiegen. Angesichts der verhaltenen Erwartungen an der Börse wurden die außerordentlichen Erträge bereits im ersten Quartal in der für dieses Jahr erwarteten Höhe realisiert. Unter Berücksichtigung der Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen beträgt das außerordentliche Ergebnis 86,6 Mio. DM. Auf die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen entfielen 70,6 Mio. DM (60,9 Mio. DM).
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die sich aus Verwaltungs- und Abschlusskosten zusammensetzen, betrugen zum 31. März 2000 94,6 Mio. DM (81,6 Mio. DM).
Überschussverwendung kontinuierlich verbessert
Der CENTRAL gelang es, die für die Überschussverwendung zugunsten der Versicherten reservierten Mittel in den letzten Jahren deutlich zu vergrößern. Von 1995 bis 1999 wurde die Rückstellung für Beitragsrückerstattung von 272 Mio. DM auf 595 Mio. DM erhöht. Das entspricht einer Steigerung von fast 120 %. Infolgedessen konnte die RfB-Quote in den letzten fünf Jahren um nahezu zwei Drittel von 16,3 % auf 26,6 % erhöht werden. Der Ausbau der Überschussverwendung schlägt sich auch in der Entwicklung der Einmalbeiträge und bei den Zuführungen zur Alterungsrückstellung nieder. Die Einmalbeiträge, die aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entnommen und zur Begrenzung von Prämienanpassungen eingesetzt werden, stiegen 1999 gegenüber dem Vorjahreswert um nahezu 40 % auf über 240 Mio. DM. Die Zuführung zur Alterungsrückstellung wurde um rund 20 % auf 686 Mio. DM erhöht.
Die von einem Unternehmen der privaten Krankenversicherung erwirtschafteten Überschüsse müssen zum ganz überwiegenden Teil den Versicherten zugute kommen. Dies kann auf zwei Wegen geschehen: entweder in Form von Bar -Rückerstattungen an leistungsfreie Versicherte oder in Form von Einmalbeiträgen, die zur Dämpfung von Beitragsanpassungen verwendet werden. Beide Instrumente dienen der Kundenbindung und damit der Bestandssicherung. Hiervon gehen unmittelbare positive Effekte auf die Wettbewerbsposition des Unternehmens aus: Zum einen wirken die genannten Maßnahmen präventiv negativen Selektionseffekten entgegen. Zum anderen erhöhen sie die Rentabilität der Investitionskosten des Unternehmens.
Tarif KNZA eingeführt
Im ersten Quartal 2000 wurden die Aktivitäten zur Einführung des Tarifs KNZA für Ärzte und Zahnärzte abgeschlossen. Das Leistungsbild dieses Tarifs ist speziell auf die Möglichkeiten der Kollegialbehandlung bzw. der Behandlung von Familienangehörigen im zahnärztlichen Bereich abgestimmt. Seit dem 1. April 2000 bietet die CENTRAL den KNZA den Kunden an.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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