Solides Geschäftsergebnis in 2009: Swisslog Holding AG
Der erwartete Rückgang beim Umsatz (-17.3%) ist eine Spätfolge des konjunkturbedingten rückläufigen Bestellungseingangs in der zweiten Jahreshälfte 2008. Obschon der Auftragseingang im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 7.4% auf MCHF 642.0 zugenommen hat, rechnet Swisslog für 2010 weiterhin mit einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld.
"2009 war das erwartet anspruchsvolle Jahr. Auch unser Unternehmen wurde von der Wirtschaftskrise nicht verschont", kommentiert CEO Remo Brunschwiler das Geschäftsergebnis 2009. Insbesondere in der Sparte Warehouse & Distribution Solutions (WDS) wirkte sich der im zweiten Halbjahr 2008 erlittene Rückgang des Auftragseingangs negativ aus. Der WDSUmsatz sank 2009 im Vergleich mit dem Vorjahr um 23.8% auf MCHF 413.2. "Allerdings konnten wir 2009 in diesem Bereich einige wichtige neue Grossaufträge akquirieren", sagt Brunschwiler. Dies führte dazu, dass der Auftragseingang im WDS-Geschäft 2009 um 13.8% auf MCHF 403.8 stieg. Der Auftragsbestand lag 2009 mit MCHF 299.7 (+0.5%) auf Vorjahresniveau.
Weniger vom konjunkturellen Abschwung betroffen war die Division Healthcare Solutions (HCS). Mit einem Umsatz von MCHF 236.8 (-2.9%) hielten sich die negativen konjunkturellen Auswirkungen in engen Grenzen. Auch der Auftragseingang von MCHF 238.4 (-2.0%) und der Auftragsbestand von MCHF 146.7 (-0.5%) entsprachen dem Vorjahresniveau. Zudem bleibt Swisslog mit der Hauptproduktlinie, den Rohrpostsystemen, klar Weltmarktführer, und der Ausbau des Produkteportfolios für das automatisierte Medikamentenmanagement in Spitälern wurde weiter vorangetrieben.
Eigenkapitalquote, Liquidität, Finanzergebnis und Unternehmensgewinn verbessert
Die Bilanz konnte im vergangenen Geschäftsjahr weiter gestärkt werden. Das Eigenkapital nahm um 8.6% auf MCHF 161.3 zu. Swisslog verfügt damit über eine Eigenkapitalquote von 40.0% (2008: 34.9%). Dank des guten Cashflows aus dem operativen Geschäft sowie der Zunahme von Vorauszahlungen von Kunden nahm auch die Liquidität zu. Das Nettobarvermögen belief sich Ende 2009 auf MCHF 104.3 (2008: MCHF 75.4).
Das Finanzergebnis mit MCHF -4.3 (2008: MCHF -5.9) und der Steueraufwand mit MCHF -6.4 (2008: MCHF -11.5) waren 2009 ebenfalls besser als im Vorjahr. So fiel der Unternehmensgewinn mit MCHF 17.7 höher aus als das Vorjahresergebnis (MCHF 11.2), das durch den Verlust beim Verkauf der Wassermann AG belastet worden war. Der Generalversammlung wird die Ausschüttung einer Dividende von CHF 0.02 pro Aktie vorgeschlagen.
Vorsichtiger Ausblick 2010
Trotz schwierigem Umfeld konnte, aufgrund eines konsequenten Kapazitätsmanagements, ein stabiles operatives Ergebnis erzielt werden. So baute das Unternehmen 4.7% seines Personals (auf Basis von Vollzeitstellen) ab. Dies geschah je zur Hälfte durch natürliche Abgänge und durch Entlassungen. Ende 2009 lag der Personalbestand auf Basis von Vollzeitstellen bei 2 044 (2008: 2 145).
Insgesamt gehen Verwaltungsrat und Management davon aus, dass auch 2010 ein anspruchsvolles Jahr bleiben wird. Es werden ein Umsatz und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 5 bis 10% unter dem Vorjahr erwartet. "Auch im laufenden Jahr werden wir auf eine schlanke Organisation und flexible Strukturen achten", kündigt CEO Remo Brunschwiler an. "Allerdings werden wir unsere strategische Stossrichtung entschlossen weiter verfolgen und daran arbeiten, unsere Position auch in hart umkämpften Märkten weiter zu verbessern." Neben internem Wachstum kann dies auch durch Akquisitionen geschehen.
Wechsel an der Spitze von Healthcare Solutions
An der Spitze der Division Healthcare Solutions kommt es zu einem Wechsel. Charlie Kegley (63), der die Division seit 2003 erfolgreich geführt und ausgebaut hat, tritt Ende 2011 in den Ruhestand. Bis zu einer definitiven Nachfolgeregelung übernimmt Remo Brunschwiler, CEO der Swisslog Gruppe, ab 1. April 2010 interimistisch die Führung der Division. Charlie Kegley bleibt bis zu seiner Pensionierung verantwortlich für den nordamerikanischen Markt der Division und Mitglied des Executive Commitees der Swisslog. "Charlie Kegley hat einen wesentlichen Anteil am erfolgreichen Aufbau von Healthcare Solutions, insbesondere auch an unserem Erfolg auf dem amerikanischen Markt", sagt Remo Brunschwiler.
Quelle: Pressemeldung Swisslog Holding AG
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