Sonderausschüttung von 48,6 Millionen Mark
Anlass der Sonderausschüttung war die zur Jahresmitte von der Bundesregierung beschlossene Unternehmenssteuerreform und die begleitende Körperschaftsteuersenkung sowie Abschaffung des Anrechnungsverfahrens. Das Anrechnungsverfahren wurde für natürliche Personen durch das Halbeinkunftsverfahren und für Kapitalgesellschaften durch die Steuerfreistellung der erhaltenen Dividenden ersetzt. Bisher wurden die in der Badenia gebildeten Rücklagen mit 40 Prozent bzw. 45 Prozent versteuert. Durch die nun beschlossene Ausschüttung von Gewinnrücklagen können die an der Badenia beteiligten Aktionäre im Gegensatz zur neuen Rechtslage noch eine Dividende erhalten, die mit körperschaftsteuerlichem Anrechnungsguthaben verbunden ist.
Die Eigentümerstruktur der Deutsche Bausparkasse Badenia setzt sich nach der in diesem Jahr vollzogenen Verschmelzung wie folgt zusammen:
AMB Aachener und Münchener 68,24 %
Beteiligungs-Aktiengesellschaft
VDL Volksfürsorge Deutsche 31,30 %
Lebensversicherung
Streubesitz 0,46 %
Bereits vor der Unternehmenssteuerreform wurden im Geschäftsjahr 1999 aus den Gewinnrücklagen insgesamt 45 Millionen DM dem Bilanzgewinn der Badenia zugeführt.
Nach der Verabschiedung der Steuerreform konnte jetzt so diese Sonderausschüttung noch unter Anwendung der Vorteile aus dem Anrechnungsverfahren genutzt werden.
Bei vorhandenen 50.560.000 Stückaktien ergibt sich dadurch eine Sonderausschüttung in Höhe von 1,20 DM je Stückaktie. Mit dieser Ausschüttung ist ein körperschaftsteuerliches Anrechnungsguthaben von 0,51 DM vorhanden. Die zu versteuernde Einnahme aus der Ausschüttung beträgt somit 1,71 DM je Aktie.
Für den Aktionär der ehemaligen DBS Deutsche Bausparkasse, Darmstadt, der für eine DBS-Aktie 12 Aktien der Deutsche Bausparkasse Badenia erhalten hat, bedeutet die Ausschüttung aus Mitteln der früheren Badenia Bausparkasse bezogen auf eine DBS-Aktie eine Bardividende von 14,40 DM. Zusammen mit dem Körperschaftsteuerguthaben ergibt sich ein Wert in Höhe von 20,57 DM.
Im Umfeld eines veränderten Finanzdienstleistungsmarktes, anhaltend niedrigen Zinsen und der Zurückhaltung der Nachfrage nach Wohnbaukrediten, konnte sich die Deutsche Bausparkasse Badenia in den ersten zehn Monten in einem zur Zeit rückläufigen Bausparmarkt gut behaupten.
Mit einem Brutto-Neugeschäft von 146.896 Verträgen (- 16,5 %) und mit einer Bausparsumme von 5,536 Milliarden DM (- 15,3 %) liegen die Werte über dem Branchendurchschnitt.
Im Netto-Neugeschäft konnten 130.078 Verträge (- 14,8 %) mit einer Bausparsumme von 4,676 Milliarden DM (- 11,0 %) erzielt werden.
Erfreulich hat sich der Spargeldeingang entwickelt: Mit 1,349 Milliarden DM konnte hier eine Steigerung von plus 2,9 Prozent erzielt werden.
Erhebliche Wachstumspotentiale sieht der Vorstandsvorsitzende, Dr. Karlheinz Henge, im nächsten Jahr vor allem in einer weiteren qualitativen Verbesserung der Vertriebsstruktur, in der Zusammenarbeit mit den Gesellschaften des AMB-Konzerns und in der weiteren Intensivierung der Kooperation mit der Commerzbank.
Nach den vorliegenden gemeinsamen Planungen wird in den nächsten drei bis vier Jahren ein vermitteltes Bausparvolumen in Höhe von vier Milliarden DM angepeilt.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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