UNIQA Konzern 2000 - im Überblick
Der UNIQA Konzern hat als erster österreichischer Versicherer den Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2000 in Übereinstimmung mit den International Accounting Standards (IAS) erstellt. Seine Aussagekraft ist einem Konzernabschluss nach handelsrechtlichen Grundsätzen (HGB) mindestens gleichwertig, erhöht die Transparenz der Rechnungslegung und liefert möglichst aussagekräftige und international vergleichbare Daten. Die Abschlüsse der Einzelgesellschaften werden weiterhin nach handelsrechtlichen Grundsätzen (HGB) erstellt.
Trotz schwieriger Marktverhältnisse konnte der UNIQA Konzern im Geschäftsjahr 2000 einen deutlichen Prämienzuwachs von 9,4% auf ATS 34.472,1 Mio. (Euro 2.505,2 Mio.) verzeichnen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) nach IAS betrug für das Geschäftsjahr 2000 ATS 577,1 Mio. (Euro 41,9 Mio.). Das nach österreichischer Rechnungslegung berechnete EGT betrug ATS 816,9 Mio. (Euro 59,4 Mio.) und lag damit auf Vorjahresniveau.
Der Gewinn je Aktie beläuft sich im Geschäftsjahr 2000 auf Euro 0,18 (1999: Euro 0,14). Nach Firmenwertabschreibungen beträgt der Gewinn je Aktie für 2000 Euro 0,14 (1999: 0,11).
Nach der Restrukturierung des Konzerns im Jahr 1999 konnten alle Gesellschaften des Konzerns im Inland ihre Marktposition behaupten. Die Raiffeisen Versicherung als Österreichs größter Lebensversicherer konnte im vergangenen Jahr erfolgreich zum Allspartenversicherer im Bankenvertrieb ausgebaut werden. Die Salzburger Landes-Versicherung operiert weiterhin als lokaler Anbieter.
Der Bereich der Direktversicherung wird im UNIQA Konzern von der CALL DIRECT Versicherung abgedeckt. Diese wurde im Zuge der Umbenennung von Collegialität Direct in CALL DIRECT im ersten Quartal 2001 an die Marke der Konzernmutter angeglichen und bietet ihre Dienstleistungen seit kurzem auch im Internet an.
Die strategische Erweiterung der Auslandsaktivitäten des Konzerns konnte planmäßig fortgeführt werden. Im Berichtsjahr übernahm der UNIQA Konzern mehrheitlich die Assicurazioni La Carnica in Udine, gründete eine Niederlassung der UNIQA Personenversicherung AG in Mailand und schloss sämtliche Vorbereitungen für den für heuer geplanten Eintritt in den polnischen Markt ab.
Gleichzeitig wurde die begonnene Restrukturierung des Auslandssegments mit der Bereinigung der Beteiligungsstruktur erfolgreich umgesetzt und mit der Markenumstellung mehrerer ausländischer Konzerntöchter auf UNIQA begonnen.
Das forcierte Wachstum im Ausland schafft neue Freiräume für die Expansion und reduziert durch regionale Risikostreuung die Abhängigkeit vom angespannten Heimatmarkt.
UNIQA Versicherungen AG
Die börsennotierte Konzernobergesellschaft, die ausschließlich das Rückversicherungsgeschäft betreibt, erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr verrechnete Prämien von ATS 6.233,0 Mio. (Euro 453,0 Mio.) (+12,1%) und ein um 10,2% höheres EGT von ATS 366,4 Mio. (Euro 26,6 Mio.).
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle beliefen sich auf ATS 3.328,0 Mio. (Euro 241,9 Mio.), das ist ein Steigerung von 16,6%.
Im August vergangenen Jahres wurde das Grundkapital der UNIQA Versicherungen AG an der Wiener Börse von Schilling auf Euro umgerechnet. Gleichzeitig wurden die bisherigen Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien umgewandelt und ein Aktiensplit im Verhältnis 1:8 durchgeführt.
Der Hauptversammlung wird am 25. Juni 2001 die Ausschüttung einer Dividende von ATS 2,2 (Euro 0,16) je Aktie vorgeschlagen.
Quelle: Pressemeldung UNIQA Versicherungen AG
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