Wachstum über Marktniveau. Höheres Ergebnis erwartet

07.08.1997 | Köln
Die Aachener und Münchener Versicherung AG (AMV) ist mit dem Geschäftsverlauf der ersten 6 Monate des Jahres 1997 durchaus zufrieden und erwartet ein über dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis. Dies geht aus dem veröffentlichten Zwischenbericht hervor. Im Vorjahr war ein Jahresüberschuß von 47,3 Mio. DM erzielt und eine Dividende von 12,50 DM je Aktie gezahlt worden.

Für die deutschen Schaden- und Unfallversicherer wird 1997 kein leichtes Jahr werden. Seit der Deregulierung der Versicherungsmärkte ist vor allem in der Autoversicherung der Wettbewerb zunehmend härter geworden. Vor diesem Hintergrund und den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit rechnet der Markt für das laufende Geschäftsjahr mit einer weiteren Verlangsamung der Geschäftsentwicklung.

Bei der AMV stiegen hingegen die Brutto-Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen deutschen Versicherungsgeschäft im 1. Halbjahr um 1,2 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf 1,2 Mrd. DM. Erfreulich entwickelten sich dabei die Beitragseinnahmen mit einer Steigerungsrate von 6,0 % in der Unfallversicherung und von 5,8 % in der Haftpflichtversicherung. Trotz des an Intensität eher zunehmenden Wettbewerbes konnten die Beitragseinnahmen in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung um 1,0 % gesteigert werden. In der Voll- und Teilkaskoversicherung kam es - dem Trend der Branche folgend- zu einem Beitragsrückgang um 4,3 %. Insgesamt verzeichnete die AMV dadurch in der gesamten Kraftfahrtversicherung einen Beitragsrückgang um 1,1 %. Die Beitragseinnahmen der Sachversicherungszweige nahmen um 0,4 % zu.

Durch eine Zunahme der gemeldeten Schäden in den durch mehrere Sturmereignisse und die Frostperiode zu Jahresbeginn betroffenen Versicherungszweigen, insbesondere Verbundene Wohngebäude-, Verbundene Hausrat- und Sturmversicherung, kam es zu einem Anstieg der Schadenstückzahlen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert um 13,0 %. Der Aufwand für Geschäftsjahresschäden stieg gleichzeitig um 3,8 %. Die Kosten nahmen im Vorjahresvergleich um 1,6 % zu. Dies ist zum einen durch die Anhebung der Tarifgehälter ab Mai 1996 um 1,9 % bedingt, die in 1997 für das gesamte erste Halbjahr Auswirkung zeigte, und durch eine Erhöhung der Provisionsquote aufgrund des weiteren Rückgangs des Anteils der Kraftfahrtversicherungssparten am Gesamtbestand. Die Kostenquote entspricht dem Vorjahresstand. Die Zahl der angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ging seit dem 31.12.1996 von 3.486 um weitere 95 Personen bzw. 2,7 % auf 3.391 zurück.

Sehr zufriedenstellend verlief ferner das nichtversicherungstechnische Geschäft. Gegenüber dem Jahresanfang erhöhte sich der Bestand an Kapitalanlagen um 13,3 % auf rd. 3,1 Mrd. DM. Die laufenden Erträge stiegen um 6,1 % auf 99,5 Mio. DM gegenüber denen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aufgrund der guten Börsenentwicklung konnten die Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen gegenüber dem Vorjahresstand, insbesondere durch Tradinggeschäfte mit Aktien, deutlich gesteigert werden.

Für 1997 erwartet die Gesellschaft insgesamt ein Ergebnis, das über dem Vorjahresniveau liegen wird. Ziel ist es, wiederum eine Dividende von 12,50 DM je Aktie - auch auf das durch die Ausgabe von Gratisaktien erhöhte Kapital - auszuschütten und die innere Stärkung der Gesellschaft fortzusetzen. Durch die Ausgabe von Gratisaktien erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 20 % auf 140,22 Mio. DM.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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