Zweistelliges Wachstum im Neugeschäft
Nach Mitteilung des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bausparkasse Badenia, Dietrich Schroeder, überstieg das Netto-Neugeschäft mit einer Bausparsumme in Höhe von 3,4 Milliarden Euro (Vj: 3,0) das Vorjahresergebnis um 11,1 Prozent. Nach der Stückzahl war sogar eine Steigerung von 13,3 Prozent zu verzeichnen; insgesamt wurden 196.778 Verträge (Vj: 173.646) eingelöst.
Auch das Brutto-Neugeschäft überstieg mit rund 4 Milliarden Euro Bausparsumme (Vj: 3,9) das Vorjahresergebnis um 2,6 Prozent; insgesamt konnten 220.995 Verträge (Vj: 210.267) neu abgeschlossen und damit eine Steigerung um 5,1 Prozent erzielt werden.
Mit diesen - über der Branche liegenden - Ergebnissen konnte die Badenia ihren Marktanteil auf 6,5 Prozent (Vj: 6,1; bezogen auf das Netto-Neugeschäft) weiter ausbauen und ihre Marktposition als viertgrößte private Bausparkasse behaupten.
Im Jahresverlauf 2002 konnte auch eine deutliche Zunahme der Sparneigung festgestellt werden. So nahmen die Sparbeträge um 4,9 Prozent auf 867 Millionen Euro (Vj: 827) und die Tilgungsbeträge um 6,6 Prozent auf 457 Millionen Euro (Vj: 429) Euro zu.
Die Bauspareinlagen erhöhten sich um 1,5 Prozent auf 3.789 Millionen Euro (Vj: 3.731); der kollektive Darlehensbestand blieb mit einer geringfügigen Zunahme um 0,7 Prozent auf 2.245 Millionen Euro (Vj: 2.229) nahezu konstant.
Die Bilanzsumme beträgt 4.953 Millionen Euro (Vj: 5.042).
Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) als größter und wichtigster Vertriebspartner hat wiederum maßgeblich zum Neugeschäftsergebnis beigetragen. Im Brutto-Neugeschäft konnte mit einem beantragten Neugeschäft von knapp 1,8 Milliarden Euro Bausparsumme eine Steigerung um 26,8 Prozent, im Netto-Neugeschäft mit rund 1,5 Milliarden Euro Bausparsumme sogar um 31,9 Prozent verzeichnet werden. Damit konnte die DVAG ihren Anteil am Gesamtumsatz auf 43 Prozent steigern.
Bei der Commerzbank konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls erfreuliche Steigerungsraten erzielt werden. Die Vermittlungsleistung im Bausparen der Commerzbank und der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft "Commerz Partner GmbH" im Jahr 2002 konnte mit einem Zuwachs von 11 Prozent auf 340 Millionen Euro Bausparsumme erfolgreich entwickelt werden. Der Anteil am Gesamtgeschäft erreichte erstmals die 10 Prozent-Marke.
Die positiven Vertriebsergebnisse belegen nach Angaben Schroeders die nach wie vor hohe Attraktivität des Bausparens und die erfolgreiche Platzierung des neuen Geschäftsfeldes der BADENIA-Wohnvorsorge", in dem innovative Produkte "rund um das Wohnen" gebündelt werden. Hierzu wird auch ein neuer Bauspartarif gehören, der im Frühjahr 2003 eingeführt werden soll.
Zur gegenwärtigen Wohnungsbaupolitik äußert sich Schroeder kritisch: "Der geplante Eingriff in die Eigenheimzulage im Rahmen des Steuervergünstigungsabbaugesetzes verunsichert nicht nur viele Bauherren, sondern wird auch zu einem drastischen Rückgang der Bauinvestition und zu weiteren Arbeitsplatzverlusten führen. Weiterhin besteht darüber hinaus nach wie vor - im Rahmen der privaten Altersvorsorge und der Auswirkungen der "Riester-Rente" - eine erhebliche Benachteiligung des Bausparens. Das Ungleichgewicht in der Förderung wird sich zwangsläufig auch in der Wohneigentumsquote niederschlagen. Dies zeigt auch der Trend der rückläufigen Zahlen für genehmigte und fertiggestellte Wohneinheiten im Jahresverlauf 2002".
Schroeder unterstrich daher nochmals die Forderung seines Hauses und der Bausparverbände, die bisher einseitige Förderung der Altersvorsorge durch eine Verdoppelung der Bausparförderung auszugleichen; in der Wohnungspolitik endlich familienfreundliche Signale "pro Wohneigentum" zu setzen und die geplanten massiven Einschnitte bei der Eigenheimzulage zu überdenken.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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