Ab 2029 produziert Rheinmetall in Bremen 274 CT-025-Türme für das neue Luchs 2-Spähfahrzeug von GDELS, um die Heeresaufklärungstruppe technologisch zu modernisieren. Der unbemannte, modulare Turm integriert ein stabilisiertes Sichtsystem, einen digitalen Ballistikrechner und inertiale Waffenstabilisierung für präzise Zielerfassung gegen Boden- und Luftziele. In Rom erfolgt die Fertigung der Oerlikon KBA 25-mm-Maschinenkanone. Offene Architektur ermöglicht KI-gestützte Zielverfolgung und flexible Software-Updates.
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Mittlerer dreistelliger Millionenauftrag bestätigt Rheinmetalls Systemkompetenz im Luchs-2 Programm
Der Auftrag von GDELS an Rheinmetall umfasst ab Februar 2026 die Lieferung von 274 CT-025-Türmen inklusive digitaler Feuerleitanlagen, 25-Millimeter-Kanonen und spezialisierter Simulatorik für das Spähfahrzeug Luchs 2. Rheinmetall übernimmt dabei die Entwicklung, Herstellung, Integration und Instandhaltung sämtlicher Komponenten. Mit einem Vertragsvolumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich demonstrieren Bundeswehr und GDELS ihr Vertrauen in die modulare Systemkompetenz und zukunftssichere technische Ausstattung. In Bremen und Rom erfolgen Fertigung und Integration zuverlässig nach Zeitplan.
Neuartiger CT-025-Turmsystem schafft flexible Plattform für variable Einsatzprofile maximal
Die CT-025-Turmserie wird von Rheinmetall Electronics in Bremen bis 2031 in einer Stückzahl von 274 gefertigt und ausgeliefert. Als erstes unbemanntes, modulares Systempaket dient sie als technologische Grundplattform für vielfältige Einsatzkonfigurationen. Durch modulare Komponenten und standardisierte Schnittstellen lässt sich der Turm schnell an logistikspezifische Rahmenbedingungen anpassen. Gleichzeitig ermöglicht die modulare Architektur eine unmittelbare Reaktion auf operative Herausforderungen sowie eine langfristige Skalierbarkeit bei technischen Weiterentwicklungen und hohe Zuverlässigkeit unter Einsatzbedingungen gewährleisten.
Integrierter Ballistikrechner mit echtzeitfähigen GVA/NGVA-kompatiblen Schnittstellen für hochgenaue Feuerkontrolle
Der modulare CT-025-Turm kombiniert ein stabilisiertes Mehrspektralsichtgerät für boden- und luftgestützte Zielerfassung einschließlich unbemannter Flugobjekte mit einer komplett digitalisierten Feuerleitanlage. Inertiale Waffenstabilisierung, ein präziser Ballistikrechner und GVA/NGVA-konforme Schnittstellen ermöglichen dynamische Schusskorrekturen und punktgenaue Treffer auch bei hoher Fahrgeschwindigkeit. Eine verstärkte Turmluke sorgt für zusätzlichen ballistischen Schutz. Der Munitionsvorrat ist missionsspezifisch ausgelegt und gewährleistet längerfristige Einsatzfähigkeit ohne häufige Nachladungen. Modulare Schnittstellen erlauben Firmware-Updates und künftige Sensorintegration und Funktionserweiterungen ohne physischen Umbau.
Offenes modulares Framework erlaubt flexible Skalierbarkeit und Systemanpassungen jederzeit
Mit seinem offenen, modularen Architekturkonzept lässt sich der CT-025 vollautomatisch mit der Rheinmetall Battlesuite koppeln. Das digitale Capability Store fungiert als Software-Marktplatz für KI-gestützte Zielerkennung, Tracking-Algorithmen und ballistische Korrekturdaten. Anwender können missionsspezifische Erweiterungen direkt ausrollen, ohne Änderungen am Turm vorzunehmen. Dieses Vorgehen reduziert Entwicklungszyklen, erleichtert Wartung und erhöht die Betriebssicherheit. Das Ergebnis ist eine jederzeit anpassungsfähige Aufklärungslösung, die maximale Zukunftssicherheit bietet. Sie gewährleistet Systemaktualisierungen ohne logistische Verzögerungen und bleibt zukunftsorientiert.
Über 6000 gefertigte Exemplare bestätigen Zuverlässigkeit der KBA 25
Die in Rom gefertigte Oerlikon KBA 25 von Rheinmetall Italia ist eine bewährte 25 × 137 mm NATO-Maschinenkanone mit über 6000 produzierten Stück. Hohe Zuverlässigkeit zeichnet sie aus. Sie verfügt über drei wählbare Feuermodi für Single-, Burst- und Dauerfeuer sowie eine doppelte Gurtzuführung und erreicht bis zu 600 Schuss pro Minute. Dank neuer Annäherungszünder-Munition steigt die Effektivität gegen Drohnen sprunghaft an, während der geringe Rückstoß eine breite Verwendung auf diversen gepanzerten Fahrzeugen ermöglicht.
Vernetzbare AGFS-Module realisieren konsequent den „Train as you fight“-Ansatz
Sechs AGFS-Geräte von Rheinmetall Electronics unterstützen den fahrzeuggebundenen Spähtrupp bei der Ausbildung in realitätsgetreuen Gefechtsszenarien. Ab Mitte 2028 steht das Hauptreferenzsystem zur Verfügung, das eine hochdetaillierte Abbildung von Fahrdynamik, Sensorik und ballistischer Wirkung ermöglicht. Dank identischer Hard- und Softwareschnittstellen wie im Einsatzfahrzeug lassen sich mehrere AGFS-Module vernetzen und nahtlos in Szenarien einbinden. So können Soldaten gemäß dem „Train as you fight“-Leitgedanken praxisgerecht und effizient trainieren. Authentische Umgebungsparameter und einsatznahe Kommunikationsabläufe sind integriert.
Integration des laserbasierten AGDUS in künftige Bundeswehr-Flotten vollständig abgeschlossen
Das AGDUS-System wird lückenlos in zukünftige Spähfahrzeuge eingebunden und setzt auf laserbasierte Duellsimulation für eine realitätsnahe Übung. Dank originärer Anzeige- und Bedienelemente aus Puma- und Lynx-Programmen erleben Bediener eine authentische Systembedienung. Die Integration ins Gefechtsübungszentrum ermöglicht umfangreiche Großübungstrainings mit mehreren Fahrzeugen. Variable Szenarien und modulare Architektur garantieren flexible Einsatzmöglichkeiten. Laserfeedback generiert sofort Treffer- und Fehlschussinformationen, um taktische Entscheidungen und Schießpräzision nachhaltig zu verbessern. Ein integriertes Debriefing-Modul analysiert Schießdaten und unterstützt gezieltes Training.
Produktion in Bremen und Rom sichert Luchs2-Versorgung und Kooperation
Rheinmetalls Systemlösung für den Luchs 2 umfasst einen unbemannten CT-025-Turm mit adaptiver Softwareintegration, eine hochpräzise digitale Feuerleitanlage mit EMT-Stabilisierung und einen modernisierten Oerlikon KBA 25 mm-Standardrohrsatz. Sensorfusion aus elektro-optischen und Infrarotkanälen verbessert die Zielidentifikation. Ergänzend liefert Rheinmetall AGFS- und AGDUS-Trainingsgeräte, die über Battlesuite vernetzt sind. Die Fertigung in Bremen und Rom optimiert Logistikprozesse, steigert Einsatzbereitschaft und fördert grenzüberschreitende Kooperation. Europäische Rüstungsprojekte profitieren zusätzlich von modularen Upgrades, künstlicher Intelligenz und zukünftigem Capability Store-Anschluss.

