Im April 2025 lagen die Importpreise für ungeröstete Kaffeebohnen deutlich höher als im Vorjahr, mit einem durchschnittlichen Anstieg um 53,1 Prozent. Besonders aus Lateinamerika kam die stärkste Verteuerung, während aus Asien und afrikanischen Herkunftsstaaten Zuwächse von 43,8 beziehungsweise 23,2 Prozent registriert wurden. Auch geröstete und entkoffeinierte Varianten verteuerten sich um 35,8 Prozent. Diese Preisentwicklungen führten insgesamt zu höheren Endverbraucherpreisen und belasteten Haushaltsbudgets. Der Trend setzt sich durch anhaltende globale Marktdisruptionen
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Kaffeepreise verteuern um über zwölf Prozent stärker als Inflation
Die Analyse der Preisentwicklung zeigt: Im April 2025 kostete handelsüblicher Bohnenkaffee im Einzelhandel durchschnittlich 12,2 Prozent mehr als im April 2024, während Nahrungsmittel um 2,8 Prozent und das allgemeine Verbraucherpreisniveau um 2,1 Prozent anstieg. Über den mittelfristigen Zeitraum von April 2021 bis April 2025 hinweg erhöhte sich der Kaffeeindex um 31,2 Prozent, fast identisch mit der Teuerung bei Lebensmitteln (+31,4 Prozent) und deutlich markant höher als die Gesamtinflation (+18,8 Prozent).
Rohkaffee aus Amerika im April um 61,8 Prozent teurer
Die Einfuhrpreise für Rohkaffeebohnen stiegen im April 2025 um 53,1 Prozent im Vergleich zum April 2024, getrieben durch erhebliche Preiszuwächse aus verschiedenen Anbauregionen. Amerikanische Charge verteuerten sich um 61,8 Prozent, Asien und übrige Liefergebiete verzeichneten ein Plus von 43,8 Prozent, während afrikanische Importe um 23,2 Prozent teurer wurden. Auch die Preise für entkoffeinierten und gerösteten Kaffee kletterten um 35,8 Prozent. Seit April 2021 summiert sich die Indexsteigerung auf 147,4 Prozent.
Vierjahresvergleich zeigt 86,1 Prozent Preisanstieg beim nicht entkoffeinierten Röstkaffee
Die Erzeugerpreise für Röstkaffee zeigen im April 2025 im Jahresvergleich deutliche Zuwächse: Nicht entkoffeinierter Kaffee verteuerte sich um 43,3 Prozent, entkoffeinierter um 45,2 Prozent. Im Vierjahresvergleich (April 2021 bis April 2025) sind die Preise für nicht entkoffeinierten Röstkaffee um 86,1 Prozent gestiegen, für entkoffeinierten um 78,7 Prozent. Verbraucher und Handel müssen mit hohen Kostensteigerungen rechnen, da diese Trends markante Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette haben und internationale Preisvolatilität verstärken sichtbar.
Langfristige Kaffeeimporte seit 2015 um 7,9 Prozent gestiegen 2024
Mit einem Gesamtimport von 1,25 Millionen Tonnen Kaffee im Jahr 2024, einschließlich Roh- und Röstwaren, stieg die Einfuhrmenge gegenüber 2023 (1,09 Millionen Tonnen) um 14,1 Prozent. Die Entwicklung über den Zeitraum von 2015 bis 2024 offenbart ein Wachstum des Importvolumens von 1,16 auf 1,25 Millionen Tonnen, entsprechend einem kumulierten Plus von 7,9 Prozent, was langfristig stabile und steigende Bezugsmengen verdeutlicht. Diese Entwicklung untermauert Deutschlands Rolle als Absatzmarkt im globalen Kaffeehandel.
Honduras liefert 2024 etwa 68.000 t Kaffee, drittgrößter Partner
Deutschland importierte 2024 insgesamt über 1,25 Millionen Tonnen Kaffee, wobei Brasilien mit 516.000 Tonnen und 41,4 Prozent Marktanteil der dominierende Lieferant war. An zweiter Stelle folgte Vietnam mit 202.000 Tonnen und einem Anteil von 16,2 Prozent. Honduras steuerte 68.000 Tonnen bei (5,5 Prozent) und Kolumbien lieferte 53.000 Tonnen (4,3 Prozent). Weitere Importeure wie Uganda, Italien und Peru trugen jeweils rund vier Prozent bei. Diese Aufteilung betont langfristig Versorgungssicherheit und Diversität.
Statistisches Bundesamt: Importpreise klettern, Kaffeepreise steigen kontinuierlich seit Jahren
Die statistische Analyse des Bundesamts belegt, dass hohe Verluste in Kaffeeanbaugebieten durch klimatische Extreme und mangelnde Ernten sowie deutliche Preissprünge bei Im- und Exporten die Endpreise für Bohnenkaffee in Deutschland maßgeblich nach oben treiben. Verbraucher müssen für gehobene Bohnen ohnehin schon mehr investieren und sehen Kaufgelegenheiten seltener. Trotzdem verändern sich Sortiment und Qualität kaum, sodass Genießer weiterhin aus erstklassigen Röstungen und vielfältigen Aromen wählen und ihr Ritual genießen können. nachhaltig.

