Mit der Übung Timber Express 2026 demonstrierten Rheinmetall und Hensoldt erstmals die Integration des passiven Twinvis-Radars in das Skymaster-Führungs- und Einsatzleitsystem. Unter realitätsnahen NATO-Vernetzungsbedingungen wurde die offene Architektur von Skymaster validiert, die aktive, passive und elektrooptische Sensoren nahtlos zusammenführt. Durch Link-16-basierte Datenfusion entstand ein präzises gemeinsames Luftlagebild mit hoher Resilienz gegenüber elektronischen Störmaßnahmen. Passive Sensorik wie Twinvis steigert die Emissionskontrolle (EMCON) und verbessert die taktische Flexibilität sowie Schutzfähigkeit kritischer Infrastruktur.
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Übung demonstriert Datentransfers und Sensorkorrelation über NATO-Link-16 in Aktion
Unter realitätsnahen Übungsbedingungen übernahm das Skymaster-System von Rheinmetall die Koordination einer Skynex-Flugabwehrbatterie und integrierte das Twinvis-Passivradar von Hensoldt in das zentrale Luftlagebild. Über das NATO-Link-16-Netzwerk wurden sämtliche Daten- und Korrelationsinformationen in Echtzeit ausgetauscht. Diese Übung demonstrierte die Leistungsfähigkeit der sensorgestützten Vernetzung, validierte Prozessabläufe unter Gefechtsbedingungen und bereitete den Weg für künftige, interoperable Luftverteidigungsverbünde der NATO. Sie lieferte Erkenntnisse zur Systemstabilität, bewies die Zuverlässigkeit der Datenfusion und festigte die multinationalen Kooperationsprozesse.
Modulare Bauweise von Skymaster beschleunigt Integration neuer Sensorplattformen problemlos
Mit seiner offenen Architekturbasis integriert Skymaster sowohl aktive Radarsysteme als auch passive Sensorstationen sowie elektrooptische Erfassungstechnologien ohne technischen Zusatzaufwand. Dank des modularen Designs können neue Sensoren und Plattformen binnen kürzester Zeit angeschlossen werden. Dies beschleunigt Implementierungsprozesse und minimiert Ausfallzeiten, weshalb sich das System schnell an veränderte Bedrohungslagen anpassen kann. Die Kompatibilität mit nationalen sowie NATO-Standards gewährleistet dabei stets einsatzbereite und interoperable Luftverteidigungsfähigkeiten auf modernem Niveau bei Wartungsaufwand und höchster Zuverlässigkeit.
Sensordatenfusion über Link-16 ermöglicht präzises, dauerhaftes Luftsituationsbewusstsein ohne Radaremissionen
Die Echtzeitsynthese aller Sensormeldungen via Link-16 gestattet ein lückenloses, hochauflösendes Bild des Luftraums. Das Passivradar Twinvis steuerte dabei präzise Detektions- und Verfolgungsdaten bei und demonstrierte so den strategischen Mehrwert emissionsfreier Sensorik. Da das System keine Funksignale aussendet, meistert es gegnerische elektronische Störoperationen und bleibt schwer auffindbar. Das Resultat ist eine erhöhte Schlagkraft und Ausfallsicherheit verbundener Luftverteidigungseinheiten in dynamischen Gefechtslagen. Zudem wird die Situationswahrnehmung verbessert und die Reaktionszeiten gegenüber Bedrohungen reduziert.
Moderne EMCON-Strategien setzen auf passive und aktive Sensorfusion global
Moderne EMCON-Protokolle nutzen aktive Radarstrahlung kombiniert mit passiven Radarantennen und optischer Detektion, um eine emissionsarme Überwachung des gesamten Luftraums zu ermöglichen. Aktive Systeme setzen fokussierte Impulse ein, während passive Module unauffällig Stör- und Radiowellen von Gegnern erfassen. Optische Sensoren liefern visuelle Bestandsaufnahmen. Die fusionierten Daten erzeugen ein kohärentes, hochgenaues Lagebild. Kritische Infrastruktur, Versorgungseinrichtungen und bewegliche Kräfte profitieren von verbessertem Schutz bei reduzierter elektromagnetischer Signatur. Gegnerische elektronische Störmaßnahmen werden wirksam ausgehebelt.
Integration von Twinvis erhöht Robustheit mobiler und stationärer Luftabwehrsysteme
Passive Twinvis-Sensoren lassen sich ohne zusätzliche Emissionen nahtlos in gängige Luftabwehrsysteme wie stationäre Skynex-Plattformen, fahrbare Skyranger-Türme und spezialisierte Counter-UAS-Einheiten wie Sky-Spotter integrieren. Diese emissionsfreie Betriebsweise schützt vor Entdeckung durch gegnerische elektronische Aufklärung und steigert die Netzwerkresilienz. Gleichzeitig wird der elektromagnetische Fußabdruck erheblich reduziert. Die verteilte Architektur ermöglicht redundante Datenerfassung und eine zuverlässige, robuste Luftverteidigung auch unter schwierigen elektronischen Umweltbedingungen und gewährleistet eine schnelle Reaktion bei Bedrohungslagen mit hoher Zuverlässigkeit permanent.
Deutsche Luftwaffe, Rheinmetall, Hensoldt setzen neuen Standard für NATO-Integration
Die reibungslose Zusammenarbeit der Deutschen Luftwaffe, der Übungsleitung sowie der Spezialistenteams von Rheinmetall Air Defence und Hensoldt bildete das Rückgrat dieser erfolgreichen Testkampagne. In gemeinsamen Planungssitzungen und Live-Durchläufen wurden Anforderungen abgestimmt, technische Schnittstellen verifiziert und Abläufe synchronisiert. So ließ sich eine NATO-konforme Integration höchster Standards etablieren. Durch diese konsequente Kollaboration wurde der Weg frei für robuste, vernetzte Luftverteidigungslösungen, die im Einsatz maximale Effizienz und Ausfallsicherheit bieten und zugleich Resilienz stärken.
Die nahtlose Integration des Twinvis-Passivradars in das modulare Skymaster-Führungs- und Waffeneinsatzsystem belegt die Vorteile verteilter Sensorplattformen unter EMCON-Richtlinien. Über Link-16 erfolgen Echtzeit-Datenfusion und Sensorkorrelation, wodurch ein höher aufgelöstes, täuschungssicheres Luftlagebild entsteht. Passive Erfassungsverfahren minimieren Signaturabdruck und erhöhen die Störresistenz. In Kombination mit aktiven Radarmodulen und elektrooptischen Systemen erreichen luftverteidigende Einheiten eine robuste, emissionsarme Überwachungsfähigkeit zur Absicherung kritischer Einsatzräume und steigern gleichzeitig die Flexibilität sowie die Reaktionsgeschwindigkeit bei multizonalen Gefechtslagen effektiv.

