Mit der Neuregelung durch das EU-Pharma-Package wird das Environmental Risk Assessment für Arzneimittel verpflichtend und unterliegt nun strengen Transparenz- sowie Aktualisierungspflichten. Anbieter bekannter Wirkstoffe stehen vor langwierigen, kostspieligen ERA-Studien, parallelen Prüfverfahren und müssen umfangreiche Datenlücken schließen. Um diesen Aufwand zu verringern, haben BPI und Dr. Ebeling & Assoc. GmbH das ERA-Pooling-Project(R) entwickelt. Zulassungsinhaber teilen gemeinsame Physiko-Chemie- und Ökotoxikologiedaten, reduzieren doppelte Versuche, harmonisieren Datensätze und beschleunigen Zulassungsprozesse signifikant, kosteneffizient und ressourcenschonend.
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Umweltrisikoprüfung einzelner Arzneimittel dauert bis zu maximal drei Jahre
Mit dem EU-Pharma-Package wird die Umweltverträglichkeitsprüfung von Arzneimitteln als eigener Rechtsbereich eingeführt, in dem das Environmental Risk Assessment als verbindliches Kerninstrument definiert ist. Zulieferer und Hersteller müssen umfassende Nachreichungen vornehmen, Daten regelmäßig aktualisieren und für volle Transparenz sorgen. Laut BPI-Experte Dr. Boris Thurisch klaffen bei langjährig zugelassenen Wirkstoffen erhebliche Datenlücken. Die Anfertigung eines detaillierten ERA-Reports dauert zwei bis drei Jahre und kostet bis zu 750.000 Euro zusätzlich inklusive behördlicher Prüfungsgebühren.
ERA-Pooling-Project bündelt Ressourcen und reduziert Zeitaufwand sowie Kosten nachhaltig
Das gemeinsam durchgeführte ERA-Pooling-Project(R) zielt darauf ab, ökotoxikologische und chemische Daten zentral zusammenzuführen und regulatorisch verwertbare Informationen zu generieren. Zulassungsinhaber des gleichen Wirkstoffs profitieren von der Vermeidung paralleler Studien und der daraus resultierenden Kosteneinsparung. Eine gemeinsame Datenbasis erleichtert die Übereinstimmung mit behördlichen Vorgaben und ermöglicht die schnelle Identifikation von Umweltwirkungen. Kooperation und transparente Prozesse schaffen Synergien, die eine nachhaltige Arzneimittelentwicklung effektiv unterstützen. Zudem fördert das Projekt Innovationen sowie verbesserte Umweltüberwachungskapazitäten.
Zusammengeführte Ökotoxikologie-Daten schaffen einheitliche, kosteneffiziente, prozessorientierte Datengrundlage für Umweltbewertung
Beim ERA-Pooling-Project(R) agieren mehrere Inhaber derselben Wirkstoffzulassung gemeinsam und teilen ihre vorhandenen Labor- und Feldstudien zu Physiko-Chemie, Ökotoxikologie und Umweltverhalten. Dieser homogene Datensatz ersetzt individuelle Produktuntersuchungen und minimiert überflüssige Studien. Hersteller sparen so erhebliche Zeit- sowie Kostenressourcen, während gleichzeitig eine robuste und vergleichbare Datengrundlage entsteht. Insbesondere langjährig verfügbare APIs profitieren von optimierten Zulassungsprozessen, reduzierten administrativen Anforderungen und verbesserter Umweltverträglichkeitsabschätzung. Zudem verbessert dieser Kollaborationsansatz die Nachvollziehbarkeit regulatorischer Entscheidungen und steigert die Effizienz der Behördenprüfung.
Jeder Arzneimittelhersteller kann individuelle ERA-Reports gezielt im BPI-Projekt beauftragen
Mit dem BPI ERA-Datenpool können alle Pharmafirmen teilnehmen, unabhängig von der zugrundeliegenden Wirkstoffchemie oder von Darreichungsformen. Ergänzend besteht die Option, produktspezifische ERA-Berichte individuell anzufordern, um besondere Zulassungsprinzipien, lokale Umweltauflagen und klimatische Gegebenheiten zu integrieren. Dieses modulare Konzept erlaubt eine gezielte Risikoabschätzung basierend auf vorhandenen Datenbeständen, minimiert doppelte Versuchsanordnungen und ermöglicht eine zentrale Dokumentenverwaltung, die die Einhaltung gesetzlicher Standards transparent nachweist. Unternehmen profitieren von beschleunigten Genehmigungsprozessen und können Ressourcen effizienter einsetzen.
Gemeinsames ERA-Pooling stärkt regulatorische Compliance und fördert nachhaltige Arzneimittelproduktion
Im Rahmen des ERA-Pooling-Project(R) fusionieren Zulassungsinhaber ihre toxikologischen und umweltrelevanten Daten, um redundante Tests zu vermeiden und den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Das gemeinsame Datenfundament ermöglicht einen tieferen Einblick in mögliche Schadstoffkonzentrationen und deren Auswirkungen auf Wasser- und Bodenorganismen. Durch abgestimmte Datenerhebungsprozesse werden zeitliche und finanzielle Aufwände erheblich reduziert. Gleichzeitig sorgt dieser kollaborative Ansatz für eine stabile Arzneimittelversorgung und positioniert die Branche nachhaltigkeitsorientiert für künftige regulatorische Herausforderungen. Effizient und verlässlich.
Das ERA-Pooling-Project(R) führt Zulassungsinhaber zusammen, um innerhalb eines wirkstoffbezogenen Ansatzes gemeinsam ERA-Daten zu erarbeiten. Durch die kooperative Zusammenführung von physiko-chemischen und ökotoxikologischen Parametern sowie Umweltverhaltensinformationen entstehen einheitliche Datensätze, die regulatorische Lücken schließen. Dieser Kollaborationsrahmen verringert redundante Studien, beschleunigt Genehmigungsverfahren und senkt Kosten deutlich. Die nachhaltige Nutzung bestehender Daten stärkt zugleich das Umweltverständnis von Arzneimitteln und sichert eine stabile Versorgung. Koordination und Expertenteilung erhöhen Effizienz, Innovationspotenziale und Risikomanagementqualität. Regulatorische Verpflichtungen werden erfüllt.

