Börsenbriefe: Wichtige Entscheidungsgrundlage für Trader

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Der Börsenbrief wartet mit einer Fülle von Informationen und Finanzanalysen auf. Diese bilden die wichtigste Grundlage, um einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Aktuelle Empfehlungen sind häufig auch als Newsletter erhältlich.

Mit dem Börsenbrief zum Anlageerfolg

Wer erfolgreich an der Börse handeln möchte, muss die Kursverläufe lesen und verstehen sowie im gewissen Maße auch vorhersagen können. Zudem ist das Wissen über aktuelle Handelsinstrumente von immenser Wichtigkeit. Für die meisten Anleger bedeutet der gewünschte Anlageerfolg, dass sie Analysen in Echtzeit erstellen müssen, wofür das fachliche Know-how aber häufig nicht ausreichend ist.

Wer dann auf die Erfahrung erfolgreicher Trader zurückgreifen kann, ist klar im Vorteil. Möglich wird das durch Börsenbriefe, die im praktischen Abo erhältlich sind und als Newsletter verschickt werden. Entsprechend der dort gegebenen Informationen und Empfehlungen lässt sich die eigene Trading-Strategie anpassen.

Hilfreicher Aktienbrief für Anleger

Der Börsenbrief wird auch als Aktienbrief betitelt und ist eine Art Newsletter, mit dem aktuelle Finanzanalysen dargestellt werden können. Solche Börsenbriefe erscheinen in einem regelmäßigen Abstand und können abonniert werden. Der Leser muss dafür allerdings bezahlen, denn die Informationen und Empfehlungen gibt es nicht kostenlos.

Herausgeber sind erfahrene Vermögensverwalter oder externe Beobachter, die sich mit dem Finanzbereich bestens auskennen. Häufig werden im Börsenbrief auch Tipps zum Umgang mit den Wertpapieren gegeben, sodass Anleger erfahren, ob sie gerade kaufen oder verkaufen sollen. Teilweise ist ein Musterdepot in dem Brief dargestellt, sodass die Empfehlungen aus dem Newsletter dort direkt nachvollzogen werden können. Die Tipps sollen damit transparenter, das Vertrauen beim Leser erhöht werden.

Der Interessierte erfährt dabei, wie sich das eigene Depot entsprechend der Ratschläge aus dem Newsletter hätte entwickeln können. Der große Vorteil eines solchen Briefs: Er ist völlig unabhängig und bewertet eine Situation nur im Sinne der Anleger bzw. der Leser des Briefs.

Wichtiger Tipp: Börsenbriefe sind keine geschützten Dokumente und können theoretisch von jedem verfasst und per E-Mail verschickt werden. Es ist daher sinnvoll, in ausgesuchte Briefe zu investieren und diese zu abonnieren. Der Brief sollte qualitativ überzeugen können sowie eine gute Übersicht über die aktuelle Marktlage bieten. Der Autor des Briefs sollte bekannt sein. Es ist somit immer wichtig, nicht nur auf Titel und Inhalt der Aktienbriefe zu schauen, sondern sich auch mit dem Background des Autors bzw. Herausgebers zu befassen.

Meist wird pro Monat mindestens ein Brief herausgegeben, es kann aber auch sein, dass diese Briefe einmal oder mehrmals in der Woche erscheinen. ( Lizenzdoku: Shutterstock-Rido )

Meist wird pro Monat mindestens ein Brief herausgegeben, es kann aber auch sein, dass diese Briefe einmal oder mehrmals in der Woche erscheinen. ( Lizenzdoku: Shutterstock-Rido )

Das Börsenbrief-Abo

Der Turnus, in dem diese Briefe erscheinen, variiert. Meist wird pro Monat mindestens ein Brief herausgegeben, es kann aber auch sein, dass diese Briefe einmal oder mehrmals in der Woche erscheinen. Je kürzer die Erscheinungsabstände sind, desto sinnvoller ist es, denn Trader können direkt auf die Empfehlungen reagieren. Bei älteren Briefen hingegen sind die Informationen zu den Aktien häufig schon veraltet, denn an der Börse ist eine Woche eine immens lange Zeit.

Für Trader ist wichtig zu wissen, dass die Briefe zwar neutral sind, dass aber hinter den Analysen doch ein Mensch steht, der eine mitunter subjektive Einschätzung der Lage abgibt. Es ist daher sinnvoll, auf Aktienbriefe zu setzen, deren Autoren passend zur eigenen Anlagestrategie agieren.

Inhalte und Arten von Börsenbriefen

Die Inhalte sind nicht in allen Aktienbriefen gleich, denn es wird stets über aktuelle Trends an der Börse sowie über verschiedene Handelsinstrumente berichtet. Dennoch folgt jeder Börsenbrief einer gewissen Struktur. Er gibt zum Beispiel aktuelle Informationen zum allgemeinen Geschehen an den Börsen der Welt, es werden verschiedene Anlageklassen und diesbezügliche Empfehlungen dargestellt.

Des Weiteren wird ein branchenspezifisches Trading integriert, auch das regionale Trading ist im Brief inbegriffen. Unterschiede gibt es aber vor allem in den gesetzten Schwerpunkten, denn diese werden immer wieder neu gesetzt. Es ist für Leser dieser Briefe sinnvoll, einen Newsletter zu abonnieren, der zum eigenen Portfolio passt. Dennoch sollte der Brief nur als Informationsquelle gesehen werden und nicht als das Nonplusultra, das den schnellen Investmenterfolg verspricht.

Video: Was ist ein Börsenbrief? Wer nutzt sie?

Arten von Börsenbriefen

Börsenbriefe gibt es in großer Auswahl und sie sind in verschiedenen Abständen erhältlich. Manche stellen dabei nur kurze Informationsschreiben dar, andere wiederum warten mit einer Fülle von Fachwissen und Analysen auf, aus denen wertvolle Erkenntnisse zum eigenen Trading gewonnen werden können.

Bei Aktienbriefen werden grundsätzlich in zwei verschiedene Arten unterschieden:

  1. Aktienbriefe mit Handlungsempfehlungen

    Wer selbst erfolgreich ist, kann auch eigene Aktienbriefe veröffentlichen, in denen die eigene Strategie dargestellt wird und Erfahrungen weitergegeben werden. Meist befassen sich Aktienbriefe mit Handlungsempfehlungen mit einer Strategie, durch welche der bestmögliche Erfolg eintreten soll. Hier ist zudem das bereits erwähnte Musterdepot zu finden. Analysen, Empfehlungen und Investmentvorschläge werden hier gegeben. Es gibt allerdings keine Garantien auf den Erfolg der hier dargestellten Empfehlungen.

    Diese Aktienbriefe sind nur für die diejenigen interessant, die ein ähnliches Portfolio führen und sich mit den dargestellten Strategien identifizieren können. Bestenfalls passen Anleger und Aktienbrief so gut zueinander, dass das dargestellte Musterdepot ebenfalls geführt werden kann. Blind vertrauen sollte aber dennoch niemand einem solchen Brief, das eigene Mitdenken und selbstständige Abwägungen sind dennoch wichtig.

    Anfänger profitieren aber auf jeden Fall von einem Aktienbrief mit Handlungsempfehlung, denn es können Strategien erfahrener Profis übernommen werden. Nachteilig ist jedoch, dass teilweise hohe Verluste möglich sind, weil Fehleinschätzungen gegeben wurden, denen vertraut wird.

  2. Aktienbriefe auf Basis grundlegender Fakten

    Die zweite Art der Aktienbriefe hingegen orientiert sich nicht an einer festen Strategie, sondern es werden allgemeine Schwerpunkte gesetzt, es gibt Informationen zu Anlageklassen, Branchen und den verschiedenen Börsen der Welt. Wer sein Portfolio breit aufstellen möchte und keine Handlungsempfehlungen, sondern nur Hinweise auf verschiedene Möglichkeiten erhalten will, ist der perfekte Abonnent für derartige Aktienbriefe. Erläutert wird hier der aktuelle Markt ebenso wie Trends und Flops aufgezeigt werden.

    Darüber hinaus werden passende Analysen zu verschiedenen Finanzprodukten und deren Performance geboten. Leser profitiere hier insbesondere von den Tutorials und von den dargebotenen Informationen. Wer sich selbst in dem Bereich weiterbilden möchte und mehr Erfahrungen sammeln will, ist mit dem Aktienbrief zu grundlegenden Fakten aus der Welt des Aktienhandels gut beraten. Die großen Vorteile dieser Variante liegen darin, dass ein allgemeiner Überblick über den Wertpapierhandel gegeben wird und dass es Markteinblicke in eine Vielzahl von Anlageklassen gibt. Musterdepots gibt es hier aber nicht.

Börsenbriefe sind keine geschützten Dokumente und können theoretisch von jedem verfasst und per E-Mail verschickt werden. ( Lizenzdoku: Shutterstock- Fizkes)

Börsenbriefe sind keine geschützten Dokumente und können theoretisch von jedem verfasst und per E-Mail verschickt werden. ( Lizenzdoku: Shutterstock- Fizkes)

Kritik an Börsenbriefen

Wer alle Börsenbriefe in der Übersicht anschaut, wird feststellen können, dass nicht alle Herausgeber wirklich vertrauenswürdig sind. Die Empfehlungen, die in manchen Aktienbriefen gegeben werden, sind nicht wirklich aus der Erfahrung heraus entstanden.

Teilweise werden Autoren dafür bezahlt, sollte Aktienbriefe zu erstellen, selbst bringen diese Autoren aber kein Fachwissen mit. Es ist daher immer empfehlenswert, bei der Auswahl von Aktienbriefen darauf zu setzen, dass eine fachliche Unabhängigkeit beim Autor ebenso vorhanden ist wie dessen grundsätzliche eigene Erfahrung. Etablierte Aktienbriefe sind daher die bessere Wahl.

Zum Vorwurf der Marktmanipulation: Eine solche wird Aktienbriefen immer wieder vorgeworfen, weil die Leser der Briefe die Kurse durch Käufe und Verkäufe angeblich direkt steuern können. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung der jeweiligen Unternehmen muss aber nicht in dieser Art verlaufen.

Fazit: Aktienbriefe als wertvolle Informationsquelle nutzen

Wer erfolgreich mit Aktien handeln möchte, muss das nötige Finanzfachwissen mitbringen. Das kann mitunter schwierig sein, wenn die Erfahrung dazu fehlt. Es ist somit sinnvoll, auf die Erkenntnisse und Erfahrungen anderer Trader zu setzen, die in den Aktienbriefen ihr Wissen teilen. Dargestellte Musterdepots können übernommen und ähnlich geführt werden, auch wenn diese kein Garant auf Erfolg sind.

Fehlinvestitionen lassen sich dennoch vermeiden. Aktienbriefe sind damit eine wertvolle Informationsquelle für alle, die mit Erfolg in Aktien investieren möchten. Dennoch sei jedem Trader angeraten, sich auch anderweitig zu informieren und Entscheidungen nicht einzig auf den Tipps der Autoren von Aktienbriefen zu treffen.

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