Die GENEART GmbH entstand vor 25 Jahren aus der Regensburger Universitätsforschung und setzte früh auf algorithmisch gestützte Genoptimierung. Mit dem kostenfreien GeneOptimizerTM passt das Unternehmen anhand codonspezifischer Analysen genetische Sequenzen für unterschiedliche Wirtsorganismen an. Gemeinsam mit automatisierter Oligonukleotid-Synthese und miniaturisierten IT-Plattformen realisiert GENEART unter Thermo Fisher Scientific weltweit effiziente DNA-Produktion. Dieser integrierte Ansatz steigert nachweislich Proteinexpressionen in der Pharma- und Antikörperforschung und gewährleistet Bereitstellung synthetischer DNA für akademische industrielle Forschungseinrichtungen.
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Mit selbstentwickelter Software startete automatisierte Gentherstellung im BioPark Regensburg

Standortleiter Götz Fleischmann (links) (Foto: Thermo Fisher Scientific, Florian Hammerich)
1999 formierten Professor Ralf Wagner und sein Team am Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Regensburg die BioPark Regensburg GmbH. Ihr Ziel war, die damals zwölfmonatige Herstellung synthetischer Gene deutlich zu verkürzen, um HIV-Impfstoffstudien schneller voranzubringen. Mit eigens entwickelter Software und modifizierten Geräten automatisierten sie Prozesse, die zuvor manuell abliefen. Diese technische Pionierleistung schuf die Basis für das Unternehmen Geneart und ebnete den Weg für schnelles, paralleles Geneengineering weltweit.
Früher wenige Gene pro Jahr heute tausende parallel versandt
Mit finanzieller Unterstützung des BioPark Regensburg, des Freistaats Bayern und des BMBF erreichte Geneart binnen weniger Jahre eine beachtliche Wachstumsphase. Der Börsengang an der Frankfurter Börse 2006 eröffnete neue Investitionsmöglichkeiten, 2010 erweiterte Life Technologies den Konzern und 2014 integrierte Thermo Fisher Scientific das Unternehmen. Wo ursprünglich nur eine geringe Anzahl genetischer Sequenzen jährlich synthetisiert wurde, werden heute binnen weniger Tage tausende genetische Baupläne effizient hochparallel produziert und rasch weltweit verschickt.
Hochskalierbare IT-gestützte Prozesse und Miniaturisierung beschleunigen oligonukleotidbasierte Synthese enorm

Laborautomation ist ein wichtiger Bestandteil der Produktion (Foto: Thermo Fisher Scientific, Florian Hammerich)
Investitionen in modernste IT-Architekturen, mikrofabrizierte Reaktionskammern und automatisierte Syntheselinien bildeten die Grundlage für den Fortschritt in der Gensynthese. Kernstück ist die Chip-basierte Oligonukleotidherstellung, bei der präzise Steuerungssoftware und Robotik nahtlos zusammenwirken. Diese Verfahrenskombination ermöglicht flexible Skalierung, kontinuierliche Prozesskontrolle und extrem niedrige Fehlerraten. Forschungslabore profitieren von kurzen Bearbeitungszeiten, verringertem Materialverbrauch und reproduzierbaren Ergebnissen unter strikten Qualitätsanforderungen. Die automatisierten Abläufe reduzieren manuelle Arbeitsschritte, minimieren Kontaminationsrisiken und ermöglichen den parallelen Betrieb zahlreicher Synthesestationen.
Thermo Fishers Service realisiert schnelle Proteinproduktion direkt aus Genen
Mit dem neuen Gene-to-Protein-Service von Thermo Fisher Scientific werden synthetisch erzeugte DNA-Sequenzen nahtlos in Säugerzellsysteme eingebracht und exprimiert. Der gesamte Prozess, von der Oligonukleotidsynthese bis zur Proteinanalyse, ist automatisiert und validiert. Internationale Biopharma-Partner setzen diesen Service gezielt für die Produktion hochaffiner Antikörper ein. Durch optimierte Transfektionstechniken und zuverlässige Qualitätskontrollen lassen sich Entwicklungszeiträume deutlich verkürzen und Skalierbarkeit sowie Reproduzierbarkeit sicherstellen. Das Angebot umfasst flexible Servicepakete für Forschung, Bioproduktion und präklinische Studien.
GeneOptimizerTM-Algorithmus optimiert genetische Kodons effizient und kostenfrei zur Expression
Der seit der Unternehmensgründung bestehende GeneOptimizerTM-Algorithmus bildet das Herzstück der Gensyntheseplattform und trägt entscheidend zur Leistungssteigerung bei. Er überführt genetische Sequenzinformationen in optimal abgestimmte Kodonfolgen für verschiedene Wirtszellen, darunter humanen Zellkulturen, Tiermodelle und pflanzliche Systeme. Vergleichende Analysen zeigen klar höhere Proteinyields im Vergleich zu marktüblichen Lösungen. Das Tool steht allen Kunden der Oligonukleotid-Synthese kostenfrei zur Verfügung, wodurch die Forschungsgemeinde langfristig profitiert. Regelmäßige Updates garantieren die Integration neuester Forschungserkenntnisse und sichern nachhaltige Effizienz.
MINT-Labs und Strohhalm e.V.: Geneart engagiert sich regional stark
Aktuell beschäftigt die GENEART GmbH mehr als 300 Mitarbeitende auf einer Fläche von über 7.000 Quadratmetern, verteilt auf modern ausgestattete Labore und Büros im BioPark Regensburg sowie im angrenzenden Gewerbepark. Das Unternehmen arbeitet eng mit lokalen Akteuren wie MINT-Labs Regensburg e.V. und der Initiative „Nacht-Schafft-Wissen“ zusammen und engagiert sich gemeinnützig durch die Unterstützung von Projekten wie Strohhalm e.V. Parallel dazu prägen „Made in Regensburg“-Gene international die biotechnologische Exzellenz mit Wirkung.
Nahtlos integrierte Proteinexpressions-Services beschleunigen Forschungsergebnisse bei Thermo Fisher GENEART
Mit modernster Mikrochiptechnologie und vollständig automatisierten Abläufen hebt GENEART GmbH in Regensburg unter Thermo Fisher Scientific die Oligonukleotid-Synthese auf ein neues Level. Parallelisierte Produktion ermöglicht tausendfache Genherstellung in Tagen statt Wochen. Der integrierte GeneOptimizerTM-Algorithmus sorgt kostenfrei für optimierte Kodonverteilung und erhöhte Proteinexpressionsraten. Kunden aus Pharmakonzernen und Biotech-Labors profitieren von konsistent hoher Qualität. Intensive IT-Entwicklung und Miniaturisierungsstrategien garantieren maximale Effizienz und Skalierbarkeit bei jedem Projekt. umfassendes Serviceangebot rund um die Uhr.

