Kostenfreie Teilnahme ermöglicht Thüringer Betreibern zukunftssichere Biogasanlagenstrategien frühzeitig entwickeln

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In konstruktiven Gesprächen bei der 63. Biogas-Fachtagung präsentierten GICON-Experten Anforderungen und Lösungswege für Betreiber, Politik und Verwaltung. Aufbauend auf diesen Diskussionen erarbeitete ThEGA ein zweijähriges Projekt zur Beratung von etwa fünfzig Biogasanlagen und beauftragte GICON. Kerninhalte sind die Flexibilisierung der Strom- und Wärmeerzeugung, die Eigenstromnutzung sowie Biomethan-Optionen. Noch in diesem Jahr wird eine Prototypanlage in Betrieb genommen, um die Konzepte in der Praxis zu testen und sofort zielgerichtet Anpassungen vorzunehmen.

Innerhalb von zwei Jahren werden fünfzig Anlagen umfassend analysiert

GICON begleitet im zweijährigen Projekt der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur rund fünfzig landwirtschaftliche Biogasanlagen in Thüringen. Ziel ist, nach dem Auslaufen der EEG-Förderung tragfähige technische und wirtschaftliche Konzepte zu erstellen. Noch in diesem Jahr dient eine ausgewählte Anlage als Demonstrationsobjekt. Die Experten analysieren Substrate, Anlagenzustand und Rahmenbedingungen, ermitteln Flexibilisierungsoptionen, Eigenstromnutzung, Wärmekonzepte und Biomethanstrategien. Die Resultate werden in einem priorisierten Aktionsplan zusammengefasst, der Betreibern als solide Entscheidungsbasis für nachhaltige Weiterbetriebsmodelle dient.

Effiziente Biomethan-Produktion stärkt wesentlich regionale wirtschaftliche Wertschöpfung und Energiewende

Mit dem Auslaufen der zwanzigjährigen EEG-Zahlungen für landwirtschaftliche Biogasanlagen in Thüringen steht die Branche vor einer beispiellosen Herausforderungen. Insbesondere Ohne angepasste Betriebsmodelle, rechtzeitige Investitionen in effiziente Flexibilitätskomponenten, Eigenstromnutzung, integrierte Wärmenetze und Biomethanproduktion drohen flächendeckende Stilllegungen. Das Thüringer Ministerium für Umwelt und die ThEGA stellen Betreibern deshalb kostenfreie Beratungs- und umfassende Analysewerkzeuge zur Verfügung, um umsetzungsstarke technische Optimierungsmaßnahmen, detaillierte Wirtschaftlichkeitsprüfungen, Genehmigungsprozesse und Vermarktungsstrategien sowie Einspeisezertifikate individuell auf das lokale Umfeld abzustimmen.

Unverbindliche, kostenfreie Anmeldung für Betreiber auslaufender Thüringer Biogasanlagen erforderlich

Anlagenbetreiber in Thüringen, deren Biogasanlagen in drei bis vier Jahren keine EEG-Förderung mehr erhalten, können sich kostenfrei anmelden und erhalten umfassende Beratung. Das Thüringer Umweltministerium kontaktiert sie proaktiv und stellt Informationsmaterial zur Verfügung. Das Programm fokussiert landwirtschaftliche Substrate, Abfälle und Biomethan, da Thüringen deutschlandweit den höchsten Gülleanteil bietet. Ziel ist es, Betreibern rechtzeitig fundierte Konzepte für Flexibilisierung, Eigenstromnutzung und langfristige Betreibermodelle bereitzustellen und gewährleistet dauerhaft wirtschaftliche Stabilität sowie regionale Wertschöpfung.

Ingenieure diskutieren Anforderungen aus Politik und Verwaltung mit Betreibern

Bei der 63. Biogas-Fachtagung im November führten zwei GICON-Ingenieure intensive Gespräche über politische und administrative Vorgaben mit Thüringer Anlagenbetreibern. In ihren Vorträgen stellten sie Lösungsansätze zur Erhöhung der Flexibilität, zur Eigenstromnutzung und Wärmenutzung sowie zur Biomethan-Einspeisung vor. Jörg Hiecke, Fachbereichsleiter Bioenergie, wies auf die Notwendigkeit konkreter Handlungskonzepte hin. Aufgrund der Erfahrungen aus zahlreichen Projekten konnten fundierte Empfehlungen entwickelt und wertvolle Kontakte zu Fachverband Biogas, Thüringer Bauernverband und Landesministerium geknüpft werden.

Das ThEGA-Projekt nutzt GICON-Phasenmodell für effiziente transparente digitale Biogasanlagen-Investitionsentscheidungen

Durch die dreistufige Methodik von GICON entsteht für jede Biogasanlage eine fundierte fachliche und wirtschaftliche Entscheidungsgrundlage. Experten erfassen in Phase eins vor Ort Zustand, Substratverfügbarkeit und lokale Randbedingungen. Die zweite Phase widmet sich der Analyse aller Weiterbetriebsszenarien, einschließlich EEG-Ausschreibungen, flexibler Strom- und Wärmeerzeugung, Eigenstromnutzung, Energieeffizienz und Biomethaneinspeisung oder Stilllegung. Abschließend werden die Ergebnisse in einem detaillierten priorisierten Katalog zusammengefasst. Dieser wird ThEGA und den Betreibern digital bereitgestellt und unterstützt Investitionsentscheidungen.

Empfehlungen stützen regionale Wertschöpfung und effektiven Klimaschutz in Biogasbetrieben

Das Thüringer Umweltministerium profitiert durch die projektbezogenen Untersuchungen von verlässlichen Kenngrößen über Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltauswirkungen der regionalen Biogasproduktion. Anlagenbetreiber können anhand dieser Fakten rationale Investitionsentscheidungen treffen, Modernisierungskonzepte priorisieren und neue Geschäftsfelder im Bereich Biomethan erschließen. Die systematische Auswertung unterstützt zudem die Ausarbeitung von Flexibilitätsstrategien und Wärmenutzungskonzepten. Insgesamt trägt dieser datenbasierte Ansatz dazu bei, Bioenergie dauerhaft als wichtige Komponente der dezentralen Energieversorgung im ländlichen Raum zu etablieren.

Zukunftssichere Betriebsmodelle für Biogasanlagen in Thüringen jetzt kostenfrei entwickeln

Die Zusammenarbeit von ThEGA und GICON ermöglicht kostenfreie, maßgeschneiderte Beratungen für Thüringer Biogasanlagen, deren EEG-Förderung in den kommenden Jahren endet. Ziel ist es, mittels technischer Modernisierung, Flexibilisierung der Strom- und Wärmeerzeugung sowie Nutzung von Eigenstrom und Biomethan-Optionen die Anlagen zukunftsfähig zu machen. Das dreistufige Beratungsmodell umfasst Datenerfassung, Optionsbewertung und digitale Dokumentation. Betreiber erhalten dadurch eine belastbare Basis für Investitionen, die regionale Wertschöpfung, Klimaschutz und Energieunabhängigkeit sichern, mit konkreten praxisnahen Handlungsempfehlungen.

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